Zu früh gefreut

Impfreaktionen kann ich!

Und so auch diesmal, wenn auch nicht ganz so schlimm. Aber: Es sind nur Reaktionen meines Immunsystems, keine sogenannten Nebenwirkungen oder gar Impfschäden.

Wenn ich überlege, wie sehr mein Körper schon auf die Impfung reagiert (was ich von anderen Impfungen so nicht kenne), dann möchte ich gar nicht wissen, wie sich eine Infektion mit dem echten SARS-Cov-2-Virus auswirken würde! Nun hoffe ich mal, dass der Schutz auch gegen die Mutanten hilft.

Traurig und wütend machen mich aktuelle Infektionszahlen und die noch immer verbreitete Impfskepsis einiger Leute in Deutschland. Wir sind mitten im worst case. Das Gesundheitssystem kann nichts mehr auffangen.

Ich rechne leider mit einer Absage des Konzerts im Januar, obwohl oder gerade weil die Fußballstadien aktuell voll gemacht werden. Verrückt.

Manchester Orchestra

Die Pandemie ist noch immer das Hauptthema überall. Monate war ich nicht hier eingeloggt, viel zu lange habe ich nichts geschrieben. Zu erschöpft, zu beschäftigt war ich. Und bin es noch.

Einiges ist passiert – logisch, denn die Zeit vergeht ja nicht einfach so.

„Neue“ Musik hat den Weg in mein Ohr und zeitgleich mitten in mein Herz gefunden.

Manchester Orchestra, wo auch immer die auf einmal her kamen, höre ich, hören mein Mann und ich nun rauf und runter. Und, auch wenn wir aktuell befürchten müssen, dass vielleicht kurzfristig abgesagt wird, wir werden sie live sehen – in Berlin im Januar!

Ich habe ihm die Karten und die Reise dahin zum Geburtstag geschenkt.

Bitte lasst euch impfen, wenn ihr es noch nicht getan habt, damit dieser Pandemiealptraum bald ein Ende hat.

Lasst euch nicht von Falschaussagen, Angst und Verschwörungstheorien davon abhalten! Danke.

Und: Nazis raus!

Lust auf Buntes?

Weihnachten ist vorbei, aber Geschenke braucht man ja auch sonst immer mal. Falls du gerne Kreatives verschenkst und dabei jemanden wie mich unterstützen möchtest, schau gerne mal in meinem Etsyshop vorbei. Dort findest du verspielte, bunte Motive in Form von Karten, Lesezeichen, Wandbildern.

Banner Etsyshop Silvanillion

Ich bin echt nicht gut darin für mich selbst Werbung zu machen, möchte die Leute nicht nerven, aber so weiß ja kaum jemand, dass ich den Kram verkaufe! Also darfst du gerne diesen Link teilen. Schließlich sollen die Bilder nicht bei mir in Ordnern herumliegen, sondern lieber an einen wertschätzenden Ort umziehen.

Danke 🙂

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Schindertrail Winterlauf Cup

Da ist sie, die nächste Laufherausforderung!

Ich habe mich für den Schindertrail Schneemann 2021 angemeldet, was bedeutet, dass ich an den nächsten 6 Wochenenden 4 Läufe in folgenden Distanzen absolvieren “muss”:

21,1 km (Halbmarathon), 30 km, 42,2 km (Marathon) und 50 km (der nächste Ultra, yeah).

Ich habe also noch genau 6 Wochenenden dafür Zeit, die Reihenfolge ist beliebig. Drückt mir die Daumen, dass ich durchhalte!

Startnummer zur winterlauf serie Schindertrail Winterlauf Cup
Schnee”mensch”-Wertung würde ich es nennen

Silvester-Trail

Trailrunning im verschneiten Wald, Läuferin von hinten aufgenommen
Auf dem Weg nach oben darf man auch mal gehen…

Mein Laufjahr beendete ich heute mit einem feinen Trail in der näheren Umgebung, durch Matsch und in Bäche verwandelte Wege mit wild tanzenden Schneeflocken um mich herum im nebligen Wald. Das war schön.

Wenn ich meiner Statistik glauben mag, dann fehlen mir nur 200m, bis die Jahresgesamtkilometer schön aussehen, aber ich lass das jetzt so 😉

Auszug aus der Laufstatistik bei Strava mit Jahreswerten und Gesamt-km

Fest steht, dass dieses verkorkste 2020 sportlich mein bisher aktivstes Jahr war. Gestartet mit einem 31km langen Lauf über den Limes zum Feldberg (Taunus) am 1. Januar, lief ich dann meinen ersten Ultra in South Devon (55km mit extrem viel und tiefem Matsch). Weiter ging es im März mit der Ultra-Interval-Challenge, bei der ich 80 km in 24 Stunden in Etappen zurück legte.

Es folgten viele schöne weitere Läufe, mal lang, mal kurz, mal an eher ungewohnten Orten wie der sehr stillen Landebahn Nord-West mit geparkten Flugzeugen. Besonders waren für mich außer dem die 1. Taunus Trail Challenge, die mich zu mehr Höhenmetern anspornte, der darauf folgenden Qualifikations-Möglichkeit für die World Trail Championships auf dem Golden Segment, das fast vor meiner Haustür lag. Es war ein gutes Jahr, zumindest, wenn ich es als Läuferin betrachte.
Über Corona muss ich nicht viel schreiben, außer dass ich lange nicht so viel Zeit zuhause verbrachte wie in diesem Jahr. Ich war seit Februar nicht mehr über Nacht weg. Nach all den Reiseabenteuern der letzten 20 Jahre fühlte sich das sehr seltsam an. Aber was soll’s, bisher sind alle in meiner Familie gesund/verschont geblieben und ich hoffe sehr, dass es so bleibt und wir bald die Impfung bekommen.

Dafür habe ich nun seit 7 Monaten meine haarige Freundin, das Wölfchen in meinem Leben und liebe sie sehr.

Mein Hund und ich im verschneiten Taunus
zwei glückliche Outdoor Mädels im Schnee

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein 2021, das hoffentlich für alle besser wird!

Fröhliche Coronachten

„Das Corona-Testzentrum am Frankfurter Flughafen ist aktuell stark überlastet, es kann zu Wartezeiten von mehreren Stunden kommen“, meldet die Warn-App.

Mir fehlen die Worte, wenn ich sehe, wie viele Menschen in unserem Land die Empfehlungen zur Pandemiebekämpfung nicht ernst nehmen, sie zu umgehen versuchen oder sogar dagegen protestieren, während in Griechenland Flüchtlingskinder im Schlamm von Ratten angefressen werden und gegenüber ehrenamtlichen Helferinnen Selbstmordgedanken äußern.

Meine kleine Spende an Ärzte ohne Grenzen kommt mir fast lächerlich vor, viel lieber würde ich sofort eines dieser Kinder dort rausholen und ein vorübergehendes Zuhause bieten, bis seine Eltern eine neue, sichere Existenz aufgebaut haben. Europa schaut weg, sperrt Geflüchtete weg in menschenverachtende Zustände, während weitere flüchtende Menschen auf dem Mittelmeer ertrinken. Wo bleibt unsere Menschlichkeit, wo das Mitgefühl? Wovor zur Hölle haben wir Angst und warum lassen wir diese Menschen nicht in unsere Mitte???

Wenn mir irgendwo ein verwundetes Tier begegnen würde, rief ich den Tierschutz an und würde Hilfe holen. Wenn ich zu einem Unfall dazukäme, würde ich helfen oder Hilfe holen. Wenn mir etwas passieren würde, wäre ich froh, wären da Andere, die mir ihre Hilfe anböten. Warum weigern wir uns als wohlhabende Europäische Union, geflüchteten Menschen in Not eine Perspektive zu geben?

Kleine Illustration, Weihnachtsbaum aus Kringeln mit gelbem Stern an der Spitze