Ent-last-ung

Schüssel mit kleingeschnittenem Obst und Himbeeren

Es reicht. Ich brauche eine Methode, von dieser momentanen komischen Laune weg zu kommen. Irgendwas muss passieren, sonst marschiere ich mitten in eine depressive Episode hinein.

Umstimmen ist das Stichwort! Und Reinigung.

Da ich mich insgesamt zur Zeit eher aufgequollen und unförmig fühle (trotz Sport!), kann etwas „Entgiften“ und Loslassen wohl nicht schaden.

Also starte ich heute in eine Fastenwoche.schüssel mit klein geschnittenem obst und eine tasse kaffee

Erstmal ein Entlastungstag, um den Organismus langsam umzustellen. Da ich keine Lust auf Entzugskopfschmerzen habe, verzichte ich vorerst nicht auf Kaffee. Aber es gibt ihn nur noch in Form eines mit heißem Wasser aufgefüllten Espresso.

So sah mein sehr leckeres, eigentlich bei uns normales, Frühstück aus: 300g klein geschnippeltes Obst mit frischer Minze. Mann und Tochter entschließen sich, so weit es ihr Alltag zu lässt, mitzumachen.

Danach ist Zeit für einen Sonntagsausflug mit der Tochter und vorgekochtes Mittagessen im Rucksack dabei: Reis mit Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Rosmarin und etwas Schwarzkümmel. Dazu Kräutertee.
Wir sitzen lange in der Sonne und genießen jeden Löffel, lassen uns Zeit, beobachten Leute, reden, essen bewusst.

Weiter auf dem Plan steht für den restlichen Tag Gemüsesaft, Wasser mit Zitrone, etwas Naturjoghurt und „Knäckebrot“
(Matzen) draußen in der der Frühlingssonne.
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Abends gibt es eine Kanne Tee (Passionsblume) und frühes Schlafen, „dank“ Zeitumstellung.

Morgen geht’s dann richtig los – Darmreinigung und bis auf etwas Hafersuppe keine Feste Nahrung mehr.

Ich hoffe, das Magenknurren geht auch bald weg 😉

8 Laufjahre

Draußen „frühlingt“ es sehr, drinnen dagegen nur „hach und ach“.

Vor acht Jahren an genau diesem Tag setzte ich meinen Beschluss in die Tat um und fing mit dem Laufen an. Was ist daran nun so erwähnenswert? Dass ich dran blieb! Es war nicht der erste Versuch, doch dieses Mal ein erfolgreicher.

Und ausgerechnet an meinem (haha) Jahrestag kann/darf ich das nicht gebührend mit einem Lauf feiern, so wie all die Jahre zuvor.

Noch habe ich kein Ergebnis des MRT, das Warten auf die Diagnose macht mich schier wahnsinnig. Indoor Radeln ist kein wirklicher Ersatz und so viele Spaziergänge und Wanderungen kann ich gar nicht unternehmen, um das Pensum aufrecht zu erhalten, das ich benötigte um auch nur einen Funken Hoffnung auf den geplanten Marathon Mitte April haben zu dürfen. Ich muss die Startnummer wohl sausen lassen.

Aber immerhin habe ich mir eine Gravur auf der Medaille des Marrakech Marathons gegönnt.

Läuft gerade gar nicht und ich entschuldige mich hiermit für all das Gejammer 😉

Medaille Marathon du Marrakech 2019

Selling England by the Pound

Es ist spät abends, ich habe das Testabo von Apple Music gestartet und tauche ein in die Welt von Genesis der frühen 70er Jahre, während ich endlich mal wieder vor meinem Skizzenblock sitze und zeichne.

Eine Frau entsteht auf dem Papier, ein weiteres Fantasie-Porträt einer mir unbekannten Person.

Die Musik trägt mich weit weg und ich kann alles ausblenden, was mich in letzter Zeit frustriert.

Aus einem Auge wird eine Person.

Ob ich ihr einen Namen gebe? vielleicht Brittany… oder Kate?

Skizze, Frauenporträt

Zeichnung Frauenporträt

Tja nun…

Wieder geht ein fauler Sonntag so dahin. Gesundheitliche Gründe zwingen mich seit einiger Zeit zu einer Trainingspause. Irgendwie finde ich nicht so richtig in den Rhythmus und lasse die Tage an mir vorüber ziehen. Alles Sinnvolle und auch Kreative, für das nun mehr Zeit da wäre, packt mich nicht so richtig – ich fange etwas an und bringe es nicht zu Ende. Unzufriedenheit macht sich breit; ich muss aufpassen, nicht noch weiter in dieses Stimmungstief zu fallen. Nicht mal auf Yoga habe ich Lust.

Läuft also gerade nicht so. Wer oder was holt mich raus aus diesem Schneckenhaus?

Das Schicksal winkt wie wild

Parallelen. Immer wieder.

Namen. Sie hat denselben wie sie!

Orte.

Gefühle.

Da ist es wieder, dieses Gefühl, das Schicksal hätte es so vorgesehen.

Warum sonst all diese Parallelen?

Einbildung?

Titel in Zeitschriften, Erzählungen von Freunden, Begegnungen, Begebenheiten – alles nur Einbildung?

Ach, ich bin verrückt, alles Wunschdenken, Träumerei.

Was, wenn nicht?

Vertrauen.

Frauentag

Illustration Portrait Frau woman Gesicht

Wieder mal ein 8. März – Internationaler Frauentag (wie es in meiner DDR-Kindheit hieß) oder Weltfrauentag oder Frauenkampftag.

Wieder wird viel dazu geschrieben, gesagt, diskutiert, gestritten…

Als ich heute früh das Smartphone einschaltete, amüsierte mich die sehr frühe Nachricht eines Schulfreundes aus der oben genannten Kindheit: Er gratulierte mir zum Frauentag.

Als DDR-Kindern wurde uns schon sehr früh beigebracht, dass dieser Tag wichtig ist. In Kindergärten und Schulen wurde für die Mütter, Omas, Nachbarinnen etc. gebastelt und zum Gebastelten gerne auch ein Töpfchen Primeln überreicht.

Dann, seit 1989 spielte der Frauentag vorerst kaum mehr eine Rolle in meinem Leben. Im katholischem Süddeutschland war der Muttertag viel wichtiger als der politische Kampftag zu Ehren der Gleichstellung der Frau.

Jetzt, mit Anfang 40, sieht es wieder ganz anders aus. Wenn ich mich umsehe, die unterschiedlichen medialen Beiträge dazu auf mich wirken lasse und all den Hass und dann doch zwischendurch die Liebe wahrnehme, beschäftigt mich das Thema sehr.

Ich wünsche mir, dass dieser Tag irgendwann nur noch ein Gedenktag ist, weil der Kampf um Gleichstellung keiner mehr ist. Außerdem wünsche ich mir, dass wir weniger über Frauen, Männer und all die Geschlechtsdefinitionen dazwischen diskutieren müssen, dass wir nicht mehr kämpfen müssen, sondern uns statt dessen in erster Linie als Menschen wahrnehmen, einander als Gemeinschaft sehen, uns gegenseitig selbstverständlich respektieren und unterstützen.

Wir brauchen unsere Energie für andere Themen, zum Beispiel die Erhaltung und Gesundung unserer Lebenswelt.

Anderswo

Etosha Nationalpark, Nambia, Afrika

Ein junger Mann durchquert Afrika, wirklich von „ganz unten nach ganz oben“, mit dem Fahrrad und größtenteils alleine.

Er trotzt allen Anstrengungen, vor allem dem Allein-mit-sich-sein, entdeckt diesen Kontinent hautnah und scheinbar ohne Berührungsängste. Er trifft auf Menschen, Tiere, atemberaubende Landschaft, erlebt Gastfreundschaft, Freundlichkeit, Schönheit, Strapazen, Krankheit und findet zu sich selbst.

Anderswo – Allein in Afrika

So lautet der Titel des Films von Anselm, der mich gestern im Kino ebenso begeisterte wie schon der Film „Weit.“ von Gwen und Patrick.

Unbedingte Anguck-Empfehlung! Aber Vorsicht: macht Fernweh und baut Grenzen im Kopf ab 😉