MeerZeit

Wir liegen nach einem Strandspaziergang in unserem Bulli mit Blick aufs Meer, nach zwei Tagen „auf See“ mit der Stena Line, einem Kurztrip Kiel-Göteborg und zurück.

Es ist der wohl schönste, weil geschmackvollste, plastikstuhlfreie Campingplatz Schleswig-Holsteins, auf dem wir die dritte Nacht unseres Ausflugs ohne Kinder verbringen. PaarZeit.

Göteborg war auch schön. Wir hatten tolles Wetter, sind viele Stunden zu Fuß in der Stadt unterwegs gewesen und haben die vielleicht größte Zimtschnecke der Welt im Café Husaren gegessen.

Morgen geht’s zurück nach Hause, einmal von Norddeutschland in dessen Mitte, zurück zu unseren Kindern, die das erste Mal mehrere Tage alleine zu Hause sind…

back on track

Da lief ich gestern und heute einen 10er, heute mit etwas mehr Steigung, und was soll ich sagen? Ging. Also für ein läuft bei mir reicht’s noch nicht, aber es wird. Bergab tat dann das liebe Knie wieder weh. Da ich die verschriebene Bandage noch nicht habe, hoffe ich, dass es damit dann noch besser wird.

ICH WILL WIEDER RICHTIG LAUFEN!

…und wieder so fit werden wie damals 2015 oder zumindest wie zuletzt im Januar.

Paris

Ein Mama-Sohn-Osterferien-Kurztrip. Mit dem Zug in nur 4 Stunden von Frankfurt in die Stadt der Liebe

Blick zur Notre Dame de Paris einen Tag nach dem Brand im April 2019
Menschen auf einer der Seine-Brücken, Blick zur am Tag zuvor abgebrannten Notre Dame de Paris

Metro und Boot auf der Seine fahren, Sehenswürdigkeiten abklappern, bei viel Sonne und mit viel Spaß gefühlt eine Trillion Schritte tun, sehr nette Menschen treffen, einen toten Hund in der Seine betrauern, Architektur bewundern, in die Vielseitigkeit dieser Stadt eintauchen!
Aber zu allererst schauen wir zur wenige Stunden zuvor durch ein Feuer zerstörte Notre Dame de Paris, bahnen uns den Weg zwischen unzähligen TV-Leuten und anderen Schaulustigen – so viel Aufmerksamkeit bekommt der bettelnde junge Mann mit dem Kleinkind auf der Straße nicht…

Es kommen Erinnerungen an meinen ersten Besuch hier, im heißen Sommer vor genau 20 Jahren, wenige Tage vor der totalen Sonnenfinsternis, welche ich mit Freunden in der Normandie erleben wollte.

Damals übernachteten wir auf dem Campingplatz im Bois du Boulogne und legten fast alle Wege zu Fuß zurück. Die Grande Arche in La Défense faszinierte mich und jetzt den Sohn ebenso.

Den Eiffelturm bestiegen wir ’99 über die Treppen wie jetzt auch, nur war die Warteschlange kürzer als diesmal und es leuchtete uns ein Countdown der Tage bis zur Jahrtausendwende entgegen.

Montmartre ließen wir ’99 aus, also wollte ich diesmal unbedingt hin. Allerdings nur kurz – zu viele Menschen, zu viel Touristennepp und ein Sohn, dessen Füße schmerzten… Wer die vielen Treppen scheut, kann mit einem normalen Fahrschein die Bergbahn zur Sacré Coeur nehmen, während nebendran einige Läufer die Treppen für ihr Fitnessprogramm nutzen.

Die Pariser Innenstadt lässt sich wunderbar zu Fuß entdecken, aber natürlich auch mit diversen anderen Fortbewegungsmitteln. Man kommt sehr einfach mit den Öffentlichen (Metro, Bus, RER) an alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Wer viel in Museen möchte, für den lohnt sich ein Touristenticket. Tages- oder Mehrtagestickets lohnen sich erst ab etwa 5 Fahrten. Ich kaufte in den drei Tagen zwei 10er Carnets (10er Pack Einzelfahrscheine) zu je 14,90€, die wir gut nutzten. Aber Vorsicht mit den Magnetstreifen der Fahrkarten! Von unseren hatten sich gleich drei Stück entladen, weil ich sie im Portemonnaie mit Kreditkarte etc. aufbewahrte. Da steht man dann ziemlich blöd da und kommt nicht durch die Schranke. Zum Glück hatte ein Serviceschalter geöffnet und wir konnten die Karten umtauschen.
Auch sehr nett und momentan bei Einheimischen wie Touristen der Renner: E-Roller! Die sind auf Straßen und Fahrradwegen genauso präsent wie (Leih-) Fahrräder und genauso schnell! Überall gibt es Leihstationen, überall stehen oder liegen leer gefahrene Roller herum, selbst in der Seine haben wir welche entdeckt…

Paris ist charmant, ohne Frage, und relativ einfach zu erkunden. Teuer ist es auch, wie alle Metropolen. Ich werde nicht nachzählen, was mich dieser Ausflug letztendlich gekostet hat. Stattdessen genießen wir unsere gemeinsamen Erlebnisse. Vielleicht kommt mein Sohn in 20 Jahren wieder nach Paris und besucht die Orte, die er mit mir kennengelernt hat.

Au revoir!

Orange = Leben

Fastenbrechen – das Wort finde ich nicht schön, aber genau das ist heute dran!

Laut Plan war eigentlich ein Apfel dafür vorgesehen, doch mein Bauch sagte „Orange“. Kein Wunder, haben mir Orangen schon oft in der „Not“ geholfen. Zuletzt beim Marathon in Marrakech waren sie als Streckenverpflegung eine Wohltat und genau so fühlte sich diese eine Orange an, die ich heute nach 6 Tagen ohne feste Nahrung langsam kauend in mich aufnahm.

Danke.

Energie

Pfirsichblüte im Terrassengarten, im Hintergrund ein Deckchair

Waldweg, Wanderung am Morgen als Umweg zur Arbeit mit Angaben von Strecke, Zeit und Kalorien auf dem BildWow, der gestrige Tag war toll! Ich fühlte mich schon beim Aufwachen gut, war voller Energie und holte meinen „Spaziergang“ vom Vortag nach. Heißt, ich verlängerte meinen sehr kurzen Weg zur Arbeit um einige Kilometer (insgesamt 9), war ca. 1,5 Stunden bei herrlichem Vogelgezwitscher und frisch vom Regen gesäuberter Luft im Wald unterwegs auf einer meiner liebsten Laufstrecken. Und ja, es war anstrengend!

Ein weiteres Highlight des Tages: keine Kopfschmerzen und keine Müdigkeit, auch nicht das typische Mittagstief. Nur das Hungergefühl ist bisher nicht verschwunden, lässt sich aber aushalten. So konnte ich effektiv arbeiten und war insgesamt recht ausgeglichen.

Heute ist nun laut meinem Plan der letzte richtig Fastentag. Ich werde auch diesen ruhig gestalten. Erst ein wenig Yoga und je nach Verlauf vielleicht ein paar Bahnen Schwimmen.
Leider ist der Sohn krank, was die Planung etwas durcheinander bringt.

Mann und Tochter haben das Mit-Fasten längst wieder aufgegeben. Die Teenager-Tochter meinte gestern auch noch, einen Apfelkuchen backen zu müssen. Das ist fast ein wenig Folter 😉

Der Mann hält sich jedoch mit dem Essen sehr zurück. Allerdings fand ich seine Idee, mitzumachen sowieso nicht gut, da sein Job sehr viel Konzentration und Koordination erfordert und keine Fehler erlaubt. Da ist Hirnnahrung schon sehr wichtig und Komplett-Fasten keine Option.

Wenn ich jetzt an den Marathon denke, den ich in etwas über einer Woche laufen wollte, tut es nicht mehr weh. Loslassen geht.

Etikett von Yogi Tee mit der Aufschrift "Vergebung ist ein Ausdruck des Bewusstseins."

„Vergebung ist ein Ausdruck des Bewusstseins.“

Sich selbst vergeben ist auch sehr wichtig. Sagt sogar mein Yogi-Tee.

Fasten – so sieht’s (bei mir) aus

Fastensuppe

Ganz wichtig: Dies ist MEIN Plan, der den meisten Standard-Fastenplänen sehr ähnelt. Jeder muss für sich herausfinden, was gut tut und was möglich ist. Es gibt auch noch die Variante des Intervallfastens, die zum Beispiel im Berufsalltag mehr Sinn macht. Für Menschen, die sich langsam ans Fasten herantasten möchten, mag eine „Basen-Kur“ ein guter Einstieg sein.
Für Erstanwender gibt es unzählige Angebote mit Anleitung, sogenannte Fastengruppen, Fastenwochen in Hotels oder über Gesundheitsakademien, Volkshochschulen etc.
Ich traue mir als umfassend medizinisch ausgebildete Fachkraft mit Vorerfahrung durchaus zu, das alleine durchzuziehen, empfehle es aber Erstanwendern trotzdem nur mit Anleitung und evtl. sogar vorheriger ärztlicher „Genehmigung“!

Hier mein 8-tägiger Fasten-Plan etwas zusammen gefasst:

Tag 0 ENTLASTUNG

  • dient dazu, den Organismus auf die kommende Phase vorzubereiten
  • morgens lauwarmes Wasser, dann etwas Obst, vormittags Obst-/Gemüsesaft, Mittags Reis mit Gemüse, Nachmittags Naturjoghurt (ich liebe Joghurt auf Kokosbasis) mit Matzen-Brot, Abends Quark/Joghurt mit Obstpüree, Matzen, Kanne Tee
  • insgesamt viel Wasser trinken und auf ausreichend Bewegung achten

Tag 1 REINIGUNG

  • heute wird im Darm geputzt!
  • morgens Wasser und Tee
  • Abführsalz (ich nehme FX-Mayer)
  • vormittags Wasser und etwas Entwässerungstee
  • Darmspülung
  • mittags etwas Hafersuppe (die Betonung liegt auf Suppe, kein Brei, keine festen Bestandteile)
  • nachmittags Wasser, Tee
  • abends Abendtrunk aus Gemüse- und Obstsaft 1:1 mit Wasser verdünnt, Schlaftee (z.B. Hopfen, Lavendel, Passionsblume etc.)
  • Spaziergänge, Yoga, Meditation etc.

Tag 2 UMSTELLUNG

Tag 3 STABILISIERUNG

Tag 4 ENERGETISIERUNG

Tag 5 EINKEHR NACH INNEN

Tag 2 – 5 unterscheiden sich, bis auf die Darmreinigung (die nach Bedarf auch wiederholt werden kann) kaum von Tag 1, außer dass die Mittagssuppe variiert. Statt Hafer kommen nun Gemüsesäfte zum Einsatz, die ich mit heißem Wasser auffülle und etwas mit frischen Kräutern, ja sogar ein wenig Gewürzen wie Kümmel, Schwarzkümmel, Kurkuma verfeinere.

In den ersten zwei Tagen erlaube ich mir eine kleine Tasse schwarzen Kaffee oder Espresso mit heißem Wasser verdünnt, weil ich sehr zu Entzugskopfschmerzen und Migräne neige.

In vielen Fastenplänen steht, dass man zwischendurch immer Zitronenspalten lutschen darf. Ich ziehe es vor, mir die Zitrone in Scheiben oder Stückchen ins Wasser zu tun, vielleicht noch etwas frische Minze oder Ingwer dazu. Das trinken wir zuhause sonst auch immer.

Sport würde ich nur sehr moderat und zurückhaltend machen. Ausgedehnte Spaziergänge, kleine Wanderungen, etwas Schwimmen oder Yoga tun dem Organismus gut, ohne ihn zu überfordern. Und Mittagsschläfchen sind nicht zu unterschätzen!

Tag 6 RÜCKKEHR / FASTENBRECHEN

  • morgens etwas Tee
  • vormittags Kanne Tee, dann Fastenbrechen mit einem Apfel, der in kleinen Stücken sehr langsam gekaut wird
  • mittags Suppe aus z.B. Getreide oder Gemüse, diesmal mit Stückchen
  • nachmittags Wasser, Tee
  • abends Buttermilch (alternativ pflanzliche „Milch“) oder Quark/Joghurt mit etwas Matzen, dazu Schlaftee

Tag 7 plus Folgetage RÜCKKEHR / AUFBAUTAGE / GENUSS

  • morgens Tee
  • vormittags Tee
  • mittags Suppe, evtl. mit Matzen
  • nachmittags Wasser, Tee
  • abends leichte Kost mit Tee

Für die Aufbautage weiterhin leichte Kost wie Suppen, Salate, Smoothies, Gemüsesäfte etc.. Wichtig ist, jetzt nicht wieder in alte schlechte Gewohnheiten zu verfallen, sondern Nahrung bewusst zu genießen, langsam zu essen und schon die Zubereitung mit Liebe und Genuss zu verbringen. Wir haben es verdient, uns nicht als Müllschlucker zu missbrauchen, sondern uns hochwertige, echte LEBENSmittel zuzuführen. Ich liebe gutes Essen und weiß es sehr zu schätzen. Industrie-pseudo-Nahrung gibt es leider zu viel. Am besten kauft man auf dem Wochenmarkt ein, wenn es die Zeit erlaubt und meidet in der ersten Zeit Supermärkte, es sei denn, man hat sich bereits entsprechende „Scheuklappen“ oder „Filter“ angeeignet, um dort gezielt das Schlechte herauszufiltern 😉

Sauerkrautsaft

Heute fühle ich mich schlapp. Eigentlich wollte ich vor der Arbeit einen ausgedehnten Spaziergang machen, doch stattdessen landete ich in der Badewanne, denn ich sehnte mich nach Wärme.

Ganz schön krass, wie schnell die körperliche Kraft nachlässt, wenn Nahrung fehlt. Nun hoffe ich, dass der Geist sich da nicht anschließt!

Arbeiten ging erst recht flüssig und konzentriert, doch am frühen Nachmittag kam dann die Müdigkeit.

Also eine Fastenkur empfehle ich für Anfänger auf jeden Fall nur, wenn man sich frei nehmen kann.

Und was man sich so einfallen lässt, um seinen leckeren Birnensaft nicht von den Familienmitgliedern weg getrunken zu bekommen:

flasche birnensaft mit überklebtem etikett, auf dem nun Sauerkrautsaft steht

Den Birnensaft gibt es abends gemischt mit Rote-Beete-, Sauerkrautsaft und Wasser.

Mit der extrem dünnen Karotten- oder Tomatensuppe mittags (nur flüssig, gewürzt mit Kräutern) ist das das einzige, was Nährstoffe enthält, das ich gerade zu mir nehme.

Bon Appetit!

Fasten im Alltag

Bachlauf im Frühling

Passt das zusammen? Erst recht das Heilfasten? Ich denke, bei mir wird es gehen, da ich es diese Woche ruhig angehen kann.

Heute entschied ich mich nach der morgendlichen Kinder-Schul-Routine zu einer Einheit Yin-Yoga (dank youtube), was sich als geradezu perfekt für diesen zweiten „richtigen“ Fastentag heraus stellte.

Mir war kalt, das Hungergefühl nervte. Am Nachmittag standen vier Stunden Meeting an, inklusive Essen, was dann schon herausfordernd war, aber ich habe diesen Tag überstanden!

weg mit birken und mann mit hund

Auf dem Heimweg kam mir nochmal eine ordentliche Portion Bärlauch in die Quere, der zuhause sogleich von der Tochter verarbeitet wurde.

Dieser Duft! Nicht fastenden Familienmitgliedern etwas zu Essen zubereiten ist auch eine Challenge 😉

Und Einkaufen… Aber so freue ich mich umso mehr auf die Zeit danach, wenn das Essen intensiver schmeckt und mehr genossen wird!

Die letzte Nacht schlief ich nicht so gut, hoffe, das wird diese besser.

Loslassen

Heute war nun der erste richtige Fastentag. Nur Wasser, Tee, etwas Hafersuppe, Wasser, Tee, …

Ja, ich habe Hunger, doch ich will durchhalten. Nachmittags ein Spaziergang inklusive Bärlauch pflücken. Was freue ich mich, wenn wir das leckere Bärlauch-Pesto essen dürfen!

Bärlauch im Wald

Bärlauch-Pesto in der Zubereitung fertiges Bärlauch-Pesto

Viel schlimmer als Hunger war der Gang zum Tierarzt, der heute bevor stand, da unsere letzte Rattenlady seit einigen Tagen schwer atmete und es ihr offensichtlich sehr schlecht ging.

Sie verabschiedete sich mit einem Rattenkuss von mir und wollte lieber auf den Arm als in der Transportbox bleiben. Nachdem sie die Betäubungsspritze erhalten hatte, nahm ich sie zu mir. Nach einer Weile kam das Narkosemittel dran. So durfte die kleine Fellnase friedlich und schnell auf meinem Arm einschlafen.

Der Moment der Entscheidung, dem geliebten Tier vom TA beim Sterben helfen zu lassen und somit den Todeszeitpunkt zu bestimmen, ist sehr schlimm. Es aber langsam und qualvoll sterben zu sehen, ist schlimmer. Beide Varianten nun genug erlebt. Einfach sterben “wollten” unsere nicht.

zahme Ratte im Arm

So traurig das Ganze war, so froh bin ich, dass es diese Art der Sterbehilfe gibt.

Mach’s gut, kleine Tortellini, und stups die anderen von uns, wir lieben euch!