Adieu Straßenmarathon

Medaille Frankfurt Marathon 2019

Mit dieser schönen Medaille des Frankfurt Marathon 2019 verabschiede ich mich von der Straße – also zumindest vom Straßenmarathon.
Die erste Hälfte des Frankfurt Marathons lief ich problemlos und in einer angenehmen pace. Nach km 35 kam dann plötzlich wieder dieses Stechen seitlich des Kniegelenks, ein Gefühl, als würde jemand mit dem Messer drin herum bohren. Also Gehpause.

Ich probierte es immer wieder mit vorsichtigem Laufen, doch die Schmerzen hörten nicht auf. So schleppte ich mich die letzten Kilometer mal humpelnd, meist gehend und sehr geknickt über den Asphalt.

An der Skyline Plaza warteten mein Mann und meine Freundin auf mich, begrüßten und feuerten mich an. Doch irgendwie war mir eher danach aufzugeben. Ich wollte nur noch auf den Arm!

Dann fing es auch noch an zu regnen. Meine Jacke hatte ich dummerweise doch nicht mitgenommen. Beim Gehen kühlte ich nun ordentlich aus und zitterte vor mich hin.

Doch irgendwie schaffte ich es dann natürlich ins Ziel, nach 4:30 h, also eine halbe Stunde langsamer als in Marrakech, wo ich im Januar sogar am Ende noch mal schneller wurde!

Manchmal läuft es anders als gedacht. Straßenmarathon muss ja auch gar nicht sein, so stimmungsvoll große Veranstaltungen auch sein können. Landschaftlich reizvolle Trails in der Natur sind eher das, was mich zum Laufen motiviert. Und da gibt es auch schöne Veranstaltungen…

Run The Skyline

Ich tue es wieder! Laufe einen Straßenmarathon. Obwohl ich das nicht mehr tun wollte, weil das dauerhafte Asphaltlaufen mir nicht gut tut, habe ich kurzerhand eine Startnummer ersteigert und werde nun morgen zum zweiten Mal beim Frankfurt Marathon dabei sein.

Die Nervosität überwältigte mich heute bereits auf dem Weg zur Startnummernausgabe.

Hoffentlich wird’s nicht zu schmerzhaft 😉

The shape of water*

*Einer der 10 Filme, die ich während der Flüge nach und von Südafrika sah… welch Luxus, Kinofilme in großer Auswahl, welch Luxus, reisen zu dürfen, die Welt kennenzulernen, immer wieder bin ich unendlich dankbar dafür.

Süßwasserspeicher auf dem Tafelberg, Kapstadt

2019 ist ein besseres Jahr für die Kapregion Südafrikas, wenn es um Wasser geht. Es hat genügend geregnet, sodass bisher keine Rationierung nötig war. Ganz anders sah es bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren aus. Damals war die Regierung kurz davor, den Notstand auszurufen. Die Reservoire in den Bergen waren noch vor dem Sommer nicht mal halb gefüllt. Das Duschwasser musste mit Eimern und Schüsseln aufgefangen werden, auch in den Touristenunterkünften, um damit wenigstens noch die Gärten zu gießen. Was machen die ganz Armen? Es bleibt für mich schwer vorstellbar, wie diese Menschen überleben. An einer Tankstelle sah ich einen Mann, der sich mit dem Wasser wusch, das zum Scheibenputzen verwendet wird.

Dieses Jahr war alles entspannter. Trotzdem wäre es doch längst überfällig, den Wasserverbrauch zu senken, weltweit!
Aber (Achtung, ich wiederhole mich), so lange in „Wassernotstandsgebieten“ Golfplätze bewässert werden und in unserer hochtechnisierten Welt Trinkwasser für die Klospülung benutzt wird, ist die Dringlichkeit noch nicht in den Köpfen angekommen.

South Africa reloaded

Ja, was soll ich schon schreiben? Viel haben wir bei unserem nunmehr 7. Besuch im Süden Afrikas erlebt, gesehen und auf uns wirken lassen.

Ich könnte hier unzählige Fotos hochladen von den wilden Tieren, den Menschen, der grandiosen Landschaft, unseren Wandertouren oder kulinarischen Genüssen.

Doch irgendwie ist das Netz bereits überfüllt mit all diesen Dingen, es gäbe nichts Neues, Einzigartiges zu berichten. Oder doch? Und mein Hirn ist einfach noch nicht fertig mit der Verarbeitung? Möglich. Vielleicht bin ich gerade auch einfach etwas zu müde, zu satt und zu genervt von zu viel Social Media und Bloggerkram.

Hier trotzdem ein paar meiner persönlichen Highlights unserer Reise:

Sie führte uns (zwei Familien mit jeweils zwei Teenagern) in der ersten Woche von Johannesburg zum Krügerpark, über Swaziland nach Saint Lucia. Dann flogen wir von Durban nach Capetown und verbrachten die zweite Woche in und um Stellenbosch mit Wandern, Laufen, lecker Essen und einem abschließenden Picknick in großer Runde (Freunde, die später dazu kamen).

Pardiologie

Sie ist 41, er 15 Jahre älter, sie ist krass ehrlich und bekannt dafür, hemmungslos zu schreiben, unverblümt und scheinbar angstfrei verrückte Sachen zu machen. Und jetzt schafft sie es als erste Person, dass ich einen Podcast höre (ja, mein erstes Mal).

Charlotte Roche und Martin Kess reden offen über ihre Beziehung, Ehe und alles, was damit zu tun hat.

Schon nach der ersten Folge liebe ich sie dafür und werde weiter reinhören.