Stürmische Zeiten

Schon wieder Sturmwarnungen, sodass sogar diverse Karnevalszüge abgesagt werden. Nicht, dass ich viel Wert auf Karneval lege (Alemannische Fasnet ist schon eher mein Ding, aber lang ist’s her)…

Ich war lieber Laufen und was soll ich sagen: komme so langsam wieder zur alten Kraft zurück. Heute lief es richtig gut.

Da gönne ich mir und meinem Sohn gerne diese Pancakes mit Apfelkompott und englischer Marmelade, ein richtig leckeres Sonntags-nach-dem-Sport-Spätstück, das mich zudem noch an meinen letzten Englandaufenthalt erinnert : )

Kanadische Pfannkuchen

Pinguine finden

Seit etwa einer Woche trage ich nun Reisedaten nach, lade Fotos und GPX Dateien hoch und schwelge dabei in Erinnerungen. Ich hüpfe von Frankfurt nach Phoenix oder Windhoek, ein paar Minuten später bin ich auf dem Tafelberg in Kapstadt, in Chile oder am Indischen Ozean, einen Tag danach auf Lanzarote, in Norwegen,…

Was ist passiert? Ich habe die Seite findpenguins * entdeckt, die es auch als App gibt. Sie bietet den kostenlosen Service, Reise“Tagebücher“ zu führen, seine Reisen und Ausflüge zu dokumentieren, inklusive Kartenmaterial. Alles sehr komfortabel und schön anzusehen. Und eine weitere Möglichkeit, viel Zeit am Computer zu verbrennen…




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Totale Sonnenfinsternis – Erinnerungen an 1999

„…beschlossen wir, uns an der Küste entlang durch die Felsen zu bohren. Wir überquerten Kiesstrände, rutschten über Algen, bestiegen Leitern und gingen durch dunkle, feuchte Felstunnel, bis wir endlich an unser Ziel gelangten. Vor uns lag die von uns drei Tage mit Strapazen gesuchte Stadt Étretat.“

Sarah, Freitag, 6. August 1999
Kreidefelsen, Steilküste in der Nähe von Étretat

Dies war der letzte Eintrag in unserem Reisetagebuch, bevor wir unsere seltsame Interrail-Rucksack-Wandertour an der Küste der Normandie abbrechen mussten, weil ich krank wurde.

Wir hatten zuvor einige Tage in Paris verbracht und waren anschließend mit dem Zug Richtung Normandie aufgebrochen, um entlang der Küstenlinie von Le Havre bis Étretat zu wandern. Vier junge Menschen, ausgestattet mit einem Zwei-Personen-Zelt, teils zu schweren Rucksäcken, zu wenig Essen und vor allem zu wenig Trinkwasser. Aber wir wollten das Abenteuer – wild zelten an der Steilküste und schließlich die totale Sonnenfinsternis in ihrem Kernschatten an einem der schönsten Orte erleben.
Abenteuer hatten wir, doch leider auch etwas Stress untereinander und ich dann eben diese blöde, sehr schmerzhafte Blasenentzündung. So verließen wir Frankreich bereits wenige Tage vor dem großen Ereignis und erlebten die SoFi weniger spektakulär in München – was damals ebenfalls im Kernschatten lag.

Einmal durchgefegt.

Ja, es sieht schon wieder anders aus hier. Habe mal ein neues Theme ausprobiert und finde es viel schöner. Leider habe ich nicht die Zeit, WordPress komplett selbst zu launchen und möchte ungern Geld für Werbefreiheit zahlen…also verzeiht bitte die nervigen Werbeblocks!

Zu Beginn (2005!) war ich auf blogspot/blogger, doch das war mir irgendwann nicht komfortabel genug, vor allem mobil, deshalb der Umzug zu WordPress.com – soviel am Rande.

Vielleicht hat ja jemand von den erfahreneren Bloggern mal einen Tipp, wie man kostenlos und werbefrei EINFACH und mobil (per App) bloggen kann? Ich wurde leider nicht fündig.

Recovery

Mühsam, Eichhörnchen und so, mensch kennt das. Also heute war ich nach 2 Tagen Indoor-Gefängnis mal wieder draußen, weil mit meiner Freundin auf ein Süppchen und einen netten Spaziergang im Park verabredet.
Es geht mir um Welten besser als die letzten Tage, der Husten ist fast weg, der Schnupfen auch. Morgen wäre Lauftreff…
Nein, ich halte lieber doch noch einen Tag die Füße still und gönne Herz-Kreislauf noch etwas Ruhe.
Dass es mir mal so schwer fallen würde, auf Sport zu verzichten, wer hätte das gedacht?

Sturmfrei

Während mein Mann am Flughafen sitzt und darauf hofft, dass sein Flieger nach Johannesburg heute noch raus geht, wird aufgrund des Orkantiefs Sabine bereits für morgen an vielen Schulen „sturmfrei“ ausgerufen.

Die Kinder freut’s, mich auch ein wenig, weil ich so morgen nicht ganz so früh raus muss. Weniger erfreulich klingen die Sturmböen draußen, welche die Hecken, Pflanzenkübel und alles andere auf den umliegenden Terrassen umher peitschen. Ich hoffe sehr, dass die Nacht nicht so schlimm wird.

Unsere Wälder werden erneut ordentlich „Federn lassen“ müssen. Mal sehen, wie viele Bäume es dieses Mal mit nimmt. Immerhin hatte es viel geregnet und der schwere Lehmboden wird die Wurzeln wohl etwas mehr festhalten als beim letzten Sturm, doch all die separat stehenden dünnen Fichten werden es schwer haben.

Eine Woche ist es nun her, dass ich an der englischen Küste von Devon meinen ersten Ultramarathon gelaufen bin. Leider hatte sich zuerst mein Husten verschlimmert, den ich vor dem Lauf noch nicht gänzlich auskurieren konnte und übers Wochenende kam noch ein heftiger Schnupfen dazu. Da hat das Immunsystem ganz schön was zu tun. Natürlich ruhe ich mich jetzt richtig aus und werde erst wieder Sport machen, wenn ich ganz gesund bin. Krank sein ist doof, die ganze Zeit drin bleiben auch.

SOUTH DEVON ULTRA

Das war der bisher schönste und härteste Lauf meines Lebens!

Mit neuer Erfahrung, wohl verdientem Muskelkater und wunderbaren Momenten im Gepäck kehre ich aus Südengland zurück.
Es war eine super organisierte Veranstaltung, tolle Helfer an den aid stations / check points und noch dazu Traumwetter, womit wohl kaum jemand gerechnet hatte nach dem Dauerregen zuvor.
So viel Matsch hatte ich noch nie unter den Füßen und in meinen Schuhen!

Ich habe es geschafft, habe durchgehalten, auch wenn zwischendurch Zweifel an mir nagten und sich ab 44km meine Knieschmerzen zurück meldeten. Nach 8:15h lief ich überglücklich ins Ziel und wurde herzlich empfangen. Ohne diesen nervigen Husten, der mich seit einiger Zeit plagt, hätte ich sicher noch etwas schneller sein können. Aber ich bin schon froh, dass es überhaupt geklappt hat.

collage south devon ultra
#nevergiveup