Lust auf Buntes?

Weihnachten ist vorbei, aber Geschenke braucht man ja auch sonst immer mal. Falls du gerne Kreatives verschenkst und dabei jemanden wie mich unterstützen möchtest, schau gerne mal in meinem Etsyshop vorbei. Dort findest du verspielte, bunte Motive in Form von Karten, Lesezeichen, Wandbildern.

Banner Etsyshop Silvanillion

Ich bin echt nicht gut darin für mich selbst Werbung zu machen, möchte die Leute nicht nerven, aber so weiß ja kaum jemand, dass ich den Kram verkaufe! Also darfst du gerne diesen Link teilen. Schließlich sollen die Bilder nicht bei mir in Ordnern herumliegen, sondern lieber an einen wertschätzenden Ort umziehen.

Danke 🙂

www.etsy.com/de/shop/silvanillion

Schindertrail Winterlauf Cup

Da ist sie, die nächste Laufherausforderung!

Ich habe mich für den Schindertrail Schneemann 2021 angemeldet, was bedeutet, dass ich an den nächsten 6 Wochenenden 4 Läufe in folgenden Distanzen absolvieren “muss”:

21,1 km (Halbmarathon), 30 km, 42,2 km (Marathon) und 50 km (der nächste Ultra, yeah).

Ich habe also noch genau 6 Wochenenden dafür Zeit, die Reihenfolge ist beliebig. Drückt mir die Daumen, dass ich durchhalte!

Startnummer zur winterlauf serie Schindertrail Winterlauf Cup
Schnee”mensch”-Wertung würde ich es nennen

Silvester-Trail

Trailrunning im verschneiten Wald, Läuferin von hinten aufgenommen
Auf dem Weg nach oben darf man auch mal gehen…

Mein Laufjahr beendete ich heute mit einem feinen Trail in der näheren Umgebung, durch Matsch und in Bäche verwandelte Wege mit wild tanzenden Schneeflocken um mich herum im nebligen Wald. Das war schön.

Wenn ich meiner Statistik glauben mag, dann fehlen mir nur 200m, bis die Jahresgesamtkilometer schön aussehen, aber ich lass das jetzt so 😉

Auszug aus der Laufstatistik bei Strava mit Jahreswerten und Gesamt-km

Fest steht, dass dieses verkorkste 2020 sportlich mein bisher aktivstes Jahr war. Gestartet mit einem 31km langen Lauf über den Limes zum Feldberg (Taunus) am 1. Januar, lief ich dann meinen ersten Ultra in South Devon (55km mit extrem viel und tiefem Matsch). Weiter ging es im März mit der Ultra-Interval-Challenge, bei der ich 80 km in 24 Stunden in Etappen zurück legte.

Es folgten viele schöne weitere Läufe, mal lang, mal kurz, mal an eher ungewohnten Orten wie der sehr stillen Landebahn Nord-West mit geparkten Flugzeugen. Besonders waren für mich außer dem die 1. Taunus Trail Challenge, die mich zu mehr Höhenmetern anspornte, der darauf folgenden Qualifikations-Möglichkeit für die World Trail Championships auf dem Golden Segment, das fast vor meiner Haustür lag. Es war ein gutes Jahr, zumindest, wenn ich es als Läuferin betrachte.
Über Corona muss ich nicht viel schreiben, außer dass ich lange nicht so viel Zeit zuhause verbrachte wie in diesem Jahr. Ich war seit Februar nicht mehr über Nacht weg. Nach all den Reiseabenteuern der letzten 20 Jahre fühlte sich das sehr seltsam an. Aber was soll’s, bisher sind alle in meiner Familie gesund/verschont geblieben und ich hoffe sehr, dass es so bleibt und wir bald die Impfung bekommen.

Dafür habe ich nun seit 7 Monaten meine haarige Freundin, das Wölfchen in meinem Leben und liebe sie sehr.

Mein Hund und ich im verschneiten Taunus
zwei glückliche Outdoor Mädels im Schnee

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein 2021, das hoffentlich für alle besser wird!

Twitterartexhibit

Am 15. Mai 2021 findet in Cheltenham (UK) eine Kunstausstellung namens Twitterartexhibit zugunsten eines Leukämie Fonds statt, zu der Künstler aus aller Welt eigens dafür kreierte Bilder im Postkartenformat spenden.

Dieses Mal schicke ich auch ein Bildchen auf die Reise, in der Hoffnung, dass es jemandem gefällt und somit einen Teil zur Spendenaktion beiträgt.

Illustration kleiner Fuchs im Postkartenformat

Alle Karten werden zu einem festgelegten, einheitlichen Preis während der Ausstellung und danach in einem Onlinekatalog verkauft.

Mach‘s gut, kleiner Fuchs und gute Reise nach England!

Alles neu macht die Mayla

Schon seit der herzallerliebste Schäferhund meines Opas verstarb (ich war damals 6 Jahre jung und es war nicht der letzte Hund des Opas) war mir klar, dass ich irgendwann einen eigenen Hund haben werde.

Autorin als baby im heu sitzend mit  Schäferhund
1977 als Baby mit Opas Schäfi im Heuhaufen

Dass es allerdings dann noch 37 Jahre dauern sollte, hätte ich nicht gedacht. Nun bin ich im Leben zwar schon zweimal „ungeplant“ Mutter geworden, doch die Entscheidung zu diesem (Adoptiv-)Kind mit vier Beinen habe ich mir nicht leicht gemacht. Seit Jahren jammerten die Kinder „Aaaaaalle haben einen Hund, warum nicht wir?“ und insgeheim wünschte ich mir für uns als Familie so sehr auch einen, doch irgendwie passte unsere Lebensweise nie so, dass wir einem Hund hätten gerecht werden können. Dann kam Corona und damit viel Zeit zum Nachdenken. Das Tochterkind wurde in dieser Zeit volljährig, erklärte sich bereit, uns zu unterstützen, weitere Reisen sind vorerst nicht geplant, wenn also Hund, warum dann nicht jetzt?
Also schickte ich endlich den Interessenten-Bogen einer von mir schon länger beobachteten Tierschutz-Organisation, die Hunde aus rumänischen Tierheimen vermittelt, weg. Natürlich hatte ich mich auch hier vor Ort nach Tierheimhunden umgesehen, doch irgendwie war da nie der potentielle Herzenshund dabei.
So ließen wir das Schicksal entscheiden, hatten unser Vorgespräch mit einem Vertreter der Organisation und bekamen das Okay zu einer Vermittlung. Wie lange sich das daraufhin hinziehen sollte, wussten wir nicht.
Ich hatte aus der Galerie auf der Webseite einen Wunschhund und einen „Zweitwunsch“ auf dem Bogen angegeben. Beide waren allerdings schon vermittelt und durften Ende Mai nach Deutschland ausreisen. Mit unserer Vermittlerin wurde ausgemacht, dass wir als Ersthundebesitzer wohl besser einen Hund von einer Pflegestelle nehmen sollten, was in meinen Augen wirklich schlauer ist, weil der Hund dann schon in Deutschland ist und bereits etwas Sozialisation erfährt, man ihn vor der Entscheidung besuchen kann und immer Ansprechpartner hat, die den Hund kennen. So die Idealvorstellung.

Dann ging alles plötzlich sehr schnell. Ich bekam innerhalb weniger Tage einen Anruf der Vermittlerin, dass mein „Zweitwunschhund“ von seinen eigentlichen Adoptanten wieder abgegeben werden soll, da die Hündin sehr viel größer sei als in der Beschreibung. Konnte keiner verstehen, aber wenn Leute schon so komische Argumente liefern, ist es wohl besser, den Hund dort wieder weg zu holen. So wurde ich gefragt, ob ich sie nehmen würde und überlegte gar nicht lang. Das Herz entschied und schob die Vernunft beiseite.

Also machte ich mich am darauffolgenden Wochenende mit beiden Kindern, dem Freund der Tochter, einer geliehenen Transportbox und einer Tube Leberwurst auf den Weg. Wir hatten einen Treffpunkt „in der Mitte“ unserer Wohnorte ausgemacht, was für uns 1,5 h Autofahrt pro Strecke bedeutete. Die Vorbesitzer und wir waren jeweils schon weit vor der vereinbarten Zeit vor Ort, Papiere und Hund wurden übergeben, der Hund von dem Mann des Pärchens als „Vorsicht, sie ist aggressiv!“ beschrieben, alles Gute gewünscht und die Leute waren schneller weg, als wir gucken konnten.

Zuhause angekommen, traute sich unsere Mayla recht bald aus der Box und begutachtete das Wohnzimmer. Als sie durch die bodentiefen Fenster den Garten entdeckte, versuchte sie mit allen Mitteln, raus zu kommen. War gar nicht so leicht, sie zu beruhigen.

Ach, und der ja-viel-zu-große-Hund stellte sich als genau so groß dar, wie von der Organisation beschrieben und kam uns plötzlich so klein vor 😉

Allein das brachte viele Zweifel in mir auf, ob vielleicht andere Gründe hinter der Abneigung der Vorbesitzer steckten. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie die Hündin zwar erst wieder loswerden, dann aber doch behalten wollten, aber die Organisation logischerweise kein „Hin und Her“ für den Hund akzeptierte.

Soweit der Beginn mit unserem Familienzuwachs. Das ist jetzt 6 Wochen her und es hat sich enorm viel getan. Anfängliche Schwierigkeiten mit tatsächlich aggressivem Verhalten der Hündin gegenüber meinem Mann und Sohn, die dazu führten, dass auch wir vor der Entscheidung standen, sie wieder abzugeben, sind so gut wie überwunden. Wir hatten keine leichte Zeit, ein sehr spezielles Erlebnis mit einem sogenannten Hundetrainer, der das Ganze noch eskalieren ließ und haben uns trotz dem für die Hündin und einen gemeinsamen Weg entschieden.

Momentan bin ich mit ihr alleine, Mann und Sohn machen eine gemeinsame Fahrrad-Alpenüberquerung und wichtige Vater-Sohn-Zeit, Tochter ist – wie fast nur noch – bei ihrem Freund.

Die Überraschungen, die so ein Tier mit sich bringt, sind täglich neu und nicht immer schön. Doch dann gibt es auch die tollen Momente. Gestern nahm ich Mayla zum ersten Mal mit zur Laufgruppe, wo eine weitere Hündin anwesend war. Wir hatten uns natürlich vorher abgesprochen. Es lief erstaunlich gut, also Mayla lief wie ein kleiner Husky, übermotiviert von der Anwesenheit der größeren Hündin. Anschließend ließen wir sie sich kennenlernen, was sehr positiv verlief. Hund glücklich, dass sie endlich mal Kontakt zu einem anderen Hund haben durfte und ich glücklich, weil ich es kaum aushalte, sie immer von so vielem fern halten zu müssen, was Spaß macht.

Nun lernen wir weiter unser Zusammenleben und den Alltag zu meistern. Mein Laufpensum ist zwar sehr eingeschränkt, aber durch die vielen Spaziergänge habe ich sogar mehr Bewegung als sonst.

Hund an Joggingleine von oben
Mayla und ich unterwegs auf Taunustrails

Wings for Eichenkeimlinge

Bin mit Muskelkater aufgewacht, nach gestriger stundenlanger Gartenarbeit bzw. „Kampf“ mit 1.000.000 Eichenkeimlingen. Die kleinen Freunde des Vorgartens bereiten mir jedes Jahr erneut Blasen an den Händen (trotz Handschuhen), wenn sie sich mit aller Kraft und kilometerlangen Wurzeln gegen das Herausziehen wehren…


Also war für heute ein ruhiges Läufchen geplant und gleichzeitig zweiter Testlauf mit der #wingsforlifeworldrun App. So mäanderte ich gemütlich durch den Wald, traf ein Mittagsreh und hübsche, dreifarbige Glockenblümchen.

Am Ende hatte ich etwas mehr Kilometer als geplant auf der Uhr (und in den Beinen), da ich für einen kurzen Testlauf wohl doch zu schnell war u d das virtuelle Einfang-Auto einfach nicht kommen wollte.

Bin noch unschlüssig, welche Strecke es am Sonntag wird, auf der ich vor dem virtuellen „Das-Ziel-holt-dich-ein-Auto“ davon rennen will… 🚙
Unser Wald hat zu viel Steigung, der Park zu viele Menschen, die Feldwege sind landschaftlich langweilig. Mäh.

Ultra Interval Challenge

Heute vor einer Woche lief ich Tag und Nacht 80 Kilometer in Intervallen, also in 8 Abschnitten. Eine nette Idee von ein paar verrückten Schweden, das Training für Ultraläufer auf diese Weise interessanter zu gestalten… jedenfalls eine echt harte Herausforderung! Besonders in den frühen Morgenstunden zog der Schweinehund ganz schön an mir, doch ich war stärker und startete nach dem ersten Lauf um 00:01 und kurzer Schlafpause um kurz vor 3 Uhr nachts zum zweiten Mal auf einer 10-km-Strecke, begleitet von meinem Mann, der zumindest einen Teil der 80 km mitlaufen wollte. Härter war das dritte Intervall um kurz vor 6 Uhr – da nicht einfach den Wecker zu ignorieren und alles hinzuschmeißen war echt schwer.

So ging es dann weiter – ca. alle drei Stunden ein Intervall.

Die zweite Hälfte der Intervalle überzog ich bei der Streckenlänge immer etwas, um ein wenig Puffer für den Schluss zu lassen und das letzte Stück möglichst kurz zu halten. Das war auch gut, denn die zuletzt verbliebene abendliche 5km-Runde war kaum noch zu schaffen. Während Thomas ein paar Intervalle auf dem Mountainbike hinter sich brachte, begleitete er mich auf dem letzten, während ich am ganzen Körper schlotterte und nur noch vor mich hin schlurfte.

Zurück zu Hause wärmte ich mich erst mal in der heißen Badewanne und hatte dann HUNGER!

Das Gefühl, in 24h die 80km (reine Laufzeit betrug 7:47h) gelaufen zu sein ähnelte etwas einem Marathon, trotz der Pausen dazwischen.

Die Tage darauf verbrachte ich mit Ultra-Relaxing, etwas Yoga und der Faszienrolle und schwups – kein Muskelkater!

Gestern kam dann auch noch das bestellte Shirt zur Challenge, welches ich jetzt voller Stolz als mein Finisher-Shirt trage 🙂

– ABGESAGT –

Gestern war eine meiner Aufgaben, in diversen Veranstaltungskalendern und Social Media Kanälen die Veranstaltungen meines Arbeitgebers abzusagen – bis Mitte April keine Kultur mehr in der Stadt!

Heute musste ich mich nun selbst schweren Herzens entscheiden, ob ich meine Wochenendreise nach Dresden antreten oder stornieren will. Nach stündlicher Prüfung der Buchungsseiten und Medienberichten entschied ich mich gegen die Reise.

Schade. So langsam legen die behördlich angeordneten Vorsichtsmaßnahmen wegen der sich ausbreitenden Corona-Virus-Epidemie das öffentliche Leben lahm.

Ein Bundesland nach dem anderen schließt seine Schulen. Im ganzen Land wurden erste Groß- und schließlich nach und nach alle Veranstaltungen abgesagt.

Die Deutsche Bahn nimmt inzwischen anstandslos auch nicht stornierbare Tickets ihrer Kunden zurück.

Also werde ich das Wochenende zuhause verbringen, statt mir Dresden anzuschauen, werde weiter auf heimischen Pfaden laufen statt an der Elbe und beim ebenfalls abgesagten Dresdner Stadtlauf und mir überlegen, wie ich das jüngere Kind die nächsten Wochen sinnvoll beschäftigen kann.

Wir steuern also auf einen Shutdown zu und können schon mal für die Apokalypse üben. Aber immerhin mit Sekt im Kühlschrank und Wein im Keller. Prost!