Schindertrail Winterlauf Cup

Da ist sie, die nächste Laufherausforderung!

Ich habe mich für den Schindertrail Schneemann 2021 angemeldet, was bedeutet, dass ich an den nächsten 6 Wochenenden 4 Läufe in folgenden Distanzen absolvieren “muss”:

21,1 km (Halbmarathon), 30 km, 42,2 km (Marathon) und 50 km (der nächste Ultra, yeah).

Ich habe also noch genau 6 Wochenenden dafür Zeit, die Reihenfolge ist beliebig. Drückt mir die Daumen, dass ich durchhalte!

Startnummer zur winterlauf serie Schindertrail Winterlauf Cup
Schnee”mensch”-Wertung würde ich es nennen

Silvester-Trail

Trailrunning im verschneiten Wald, Läuferin von hinten aufgenommen
Auf dem Weg nach oben darf man auch mal gehen…

Mein Laufjahr beendete ich heute mit einem feinen Trail in der näheren Umgebung, durch Matsch und in Bäche verwandelte Wege mit wild tanzenden Schneeflocken um mich herum im nebligen Wald. Das war schön.

Wenn ich meiner Statistik glauben mag, dann fehlen mir nur 200m, bis die Jahresgesamtkilometer schön aussehen, aber ich lass das jetzt so 😉

Auszug aus der Laufstatistik bei Strava mit Jahreswerten und Gesamt-km

Fest steht, dass dieses verkorkste 2020 sportlich mein bisher aktivstes Jahr war. Gestartet mit einem 31km langen Lauf über den Limes zum Feldberg (Taunus) am 1. Januar, lief ich dann meinen ersten Ultra in South Devon (55km mit extrem viel und tiefem Matsch). Weiter ging es im März mit der Ultra-Interval-Challenge, bei der ich 80 km in 24 Stunden in Etappen zurück legte.

Es folgten viele schöne weitere Läufe, mal lang, mal kurz, mal an eher ungewohnten Orten wie der sehr stillen Landebahn Nord-West mit geparkten Flugzeugen. Besonders waren für mich außer dem die 1. Taunus Trail Challenge, die mich zu mehr Höhenmetern anspornte, der darauf folgenden Qualifikations-Möglichkeit für die World Trail Championships auf dem Golden Segment, das fast vor meiner Haustür lag. Es war ein gutes Jahr, zumindest, wenn ich es als Läuferin betrachte.
Über Corona muss ich nicht viel schreiben, außer dass ich lange nicht so viel Zeit zuhause verbrachte wie in diesem Jahr. Ich war seit Februar nicht mehr über Nacht weg. Nach all den Reiseabenteuern der letzten 20 Jahre fühlte sich das sehr seltsam an. Aber was soll’s, bisher sind alle in meiner Familie gesund/verschont geblieben und ich hoffe sehr, dass es so bleibt und wir bald die Impfung bekommen.

Dafür habe ich nun seit 7 Monaten meine haarige Freundin, das Wölfchen in meinem Leben und liebe sie sehr.

Mein Hund und ich im verschneiten Taunus
zwei glückliche Outdoor Mädels im Schnee

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein 2021, das hoffentlich für alle besser wird!

Wings for Eichenkeimlinge

Bin mit Muskelkater aufgewacht, nach gestriger stundenlanger Gartenarbeit bzw. „Kampf“ mit 1.000.000 Eichenkeimlingen. Die kleinen Freunde des Vorgartens bereiten mir jedes Jahr erneut Blasen an den Händen (trotz Handschuhen), wenn sie sich mit aller Kraft und kilometerlangen Wurzeln gegen das Herausziehen wehren…


Also war für heute ein ruhiges Läufchen geplant und gleichzeitig zweiter Testlauf mit der #wingsforlifeworldrun App. So mäanderte ich gemütlich durch den Wald, traf ein Mittagsreh und hübsche, dreifarbige Glockenblümchen.

Am Ende hatte ich etwas mehr Kilometer als geplant auf der Uhr (und in den Beinen), da ich für einen kurzen Testlauf wohl doch zu schnell war u d das virtuelle Einfang-Auto einfach nicht kommen wollte.

Bin noch unschlüssig, welche Strecke es am Sonntag wird, auf der ich vor dem virtuellen „Das-Ziel-holt-dich-ein-Auto“ davon rennen will… 🚙
Unser Wald hat zu viel Steigung, der Park zu viele Menschen, die Feldwege sind landschaftlich langweilig. Mäh.

Ultra Interval Challenge

Heute vor einer Woche lief ich Tag und Nacht 80 Kilometer in Intervallen, also in 8 Abschnitten. Eine nette Idee von ein paar verrückten Schweden, das Training für Ultraläufer auf diese Weise interessanter zu gestalten… jedenfalls eine echt harte Herausforderung! Besonders in den frühen Morgenstunden zog der Schweinehund ganz schön an mir, doch ich war stärker und startete nach dem ersten Lauf um 00:01 und kurzer Schlafpause um kurz vor 3 Uhr nachts zum zweiten Mal auf einer 10-km-Strecke, begleitet von meinem Mann, der zumindest einen Teil der 80 km mitlaufen wollte. Härter war das dritte Intervall um kurz vor 6 Uhr – da nicht einfach den Wecker zu ignorieren und alles hinzuschmeißen war echt schwer.

So ging es dann weiter – ca. alle drei Stunden ein Intervall.

Die zweite Hälfte der Intervalle überzog ich bei der Streckenlänge immer etwas, um ein wenig Puffer für den Schluss zu lassen und das letzte Stück möglichst kurz zu halten. Das war auch gut, denn die zuletzt verbliebene abendliche 5km-Runde war kaum noch zu schaffen. Während Thomas ein paar Intervalle auf dem Mountainbike hinter sich brachte, begleitete er mich auf dem letzten, während ich am ganzen Körper schlotterte und nur noch vor mich hin schlurfte.

Zurück zu Hause wärmte ich mich erst mal in der heißen Badewanne und hatte dann HUNGER!

Das Gefühl, in 24h die 80km (reine Laufzeit betrug 7:47h) gelaufen zu sein ähnelte etwas einem Marathon, trotz der Pausen dazwischen.

Die Tage darauf verbrachte ich mit Ultra-Relaxing, etwas Yoga und der Faszienrolle und schwups – kein Muskelkater!

Gestern kam dann auch noch das bestellte Shirt zur Challenge, welches ich jetzt voller Stolz als mein Finisher-Shirt trage 🙂

– ABGESAGT –

Gestern war eine meiner Aufgaben, in diversen Veranstaltungskalendern und Social Media Kanälen die Veranstaltungen meines Arbeitgebers abzusagen – bis Mitte April keine Kultur mehr in der Stadt!

Heute musste ich mich nun selbst schweren Herzens entscheiden, ob ich meine Wochenendreise nach Dresden antreten oder stornieren will. Nach stündlicher Prüfung der Buchungsseiten und Medienberichten entschied ich mich gegen die Reise.

Schade. So langsam legen die behördlich angeordneten Vorsichtsmaßnahmen wegen der sich ausbreitenden Corona-Virus-Epidemie das öffentliche Leben lahm.

Ein Bundesland nach dem anderen schließt seine Schulen. Im ganzen Land wurden erste Groß- und schließlich nach und nach alle Veranstaltungen abgesagt.

Die Deutsche Bahn nimmt inzwischen anstandslos auch nicht stornierbare Tickets ihrer Kunden zurück.

Also werde ich das Wochenende zuhause verbringen, statt mir Dresden anzuschauen, werde weiter auf heimischen Pfaden laufen statt an der Elbe und beim ebenfalls abgesagten Dresdner Stadtlauf und mir überlegen, wie ich das jüngere Kind die nächsten Wochen sinnvoll beschäftigen kann.

Wir steuern also auf einen Shutdown zu und können schon mal für die Apokalypse üben. Aber immerhin mit Sekt im Kühlschrank und Wein im Keller. Prost!

Stürmische Zeiten

Schon wieder Sturmwarnungen, sodass sogar diverse Karnevalszüge abgesagt werden. Nicht, dass ich viel Wert auf Karneval lege (Alemannische Fasnet ist schon eher mein Ding, aber lang ist’s her)…

Ich war lieber Laufen und was soll ich sagen: komme so langsam wieder zur alten Kraft zurück. Heute lief es richtig gut.

Da gönne ich mir und meinem Sohn gerne diese Pancakes mit Apfelkompott und englischer Marmelade, ein richtig leckeres Sonntags-nach-dem-Sport-Spätstück, das mich zudem noch an meinen letzten Englandaufenthalt erinnert : )

Kanadische Pfannkuchen

SOUTH DEVON ULTRA

Das war der bisher schönste und härteste Lauf meines Lebens!

Mit neuer Erfahrung, wohl verdientem Muskelkater und wunderbaren Momenten im Gepäck kehre ich aus Südengland zurück.
Es war eine super organisierte Veranstaltung, tolle Helfer an den aid stations / check points und noch dazu Traumwetter, womit wohl kaum jemand gerechnet hatte nach dem Dauerregen zuvor.
So viel Matsch hatte ich noch nie unter den Füßen und in meinen Schuhen!

Ich habe es geschafft, habe durchgehalten, auch wenn zwischendurch Zweifel an mir nagten und sich ab 44km meine Knieschmerzen zurück meldeten. Nach 8:15h lief ich überglücklich ins Ziel und wurde herzlich empfangen. Ohne diesen nervigen Husten, der mich seit einiger Zeit plagt, hätte ich sicher noch etwas schneller sein können. Aber ich bin schon froh, dass es überhaupt geklappt hat.

collage south devon ultra
#nevergiveup

Ein neues Lauf-Abenteuer

Ich könnte jetzt hier das obligatorische Instagram Foto meines quadratisch angeordneten Lauf-Kits einfügen, doch habe ich gar kein solches.

Auf geht’s nach Südengland! Ein neues Abenteuer wartet. Fast genau ein Jahr nach meinem völlig verrückten Marathon-Trip nach Marrakesch bin ich erneut unterwegs um mich zu quälen. Der South Devon Ultra soll es diesmal sein und somit ein neuer Meilenstein: Ultradistanz!

Weiterlesen „Ein neues Lauf-Abenteuer“

Nasse Füße, kaputtes Knie

Da draußen war es heute nicht gemütlich, ganz und gar nicht. Schneematsch vom Feinsten. Das wunderschöne Weiß des Vormittags wurde gegen Abend in eine riesige Socken-und-Schuh-Trief-Anlage verwandelt. Ich machte mich nach einem langen Arbeitstag dann doch noch recht spät auf meine in diesem Jahr 151. Laufrunde und bekam genau das oben Genannte zu spüren. Pitschnasse Füße quietschten unter mir vor sich hin, während ich so durch die mehr oder weniger beleuchteten Stadtteile meinen Weg suchte. Auf dem letzten Kilometer (wie typisch) übersah ich dann wohl einen Gullideckel und flog mal wieder so richtig hin. Knie aufgeschürft, Laufhose kaputt, aber einigermaßen mit den Armen abgefangen, sonst wäre ich wohl noch mit dem Kopf auf den Weg geknallt. Die Hose ist zum Glück eine meiner ältesten, drum tut das nicht so sehr weh.

Dank einer schönen Bronchitis konnte ich im November und Anfang Dezember nicht so viel laufen, wie geplant. Ich hänge meinem geheimen Ziel etwas hinterher, auch wenn ich die angepeilten 1500 km für dieses Jahr sicher bald habe. Letztes Jahr um diese Zeit war ich schon weit über der 1500…

Geheim, geheim, jaja, der Kopf hat da so einiges in diversen Hinterstübchen. Ob es was wird, weiß ich nicht. Hängt vom Moment ab. Ich gehöre eher zu den Menschen, die lieber nicht verraten, was schief gehen könnte… sondern erst hinterher erzählen.

Adieu Straßenmarathon

Medaille Frankfurt Marathon 2019

Mit dieser schönen Medaille des Frankfurt Marathon 2019 verabschiede ich mich von der Straße – also zumindest vom Straßenmarathon.
Die erste Hälfte des Frankfurt Marathons lief ich problemlos und in einer angenehmen pace. Nach km 35 kam dann plötzlich wieder dieses Stechen seitlich des Kniegelenks, ein Gefühl, als würde jemand mit dem Messer drin herum bohren. Also Gehpause.

Ich probierte es immer wieder mit vorsichtigem Laufen, doch die Schmerzen hörten nicht auf. So schleppte ich mich die letzten Kilometer mal humpelnd, meist gehend und sehr geknickt über den Asphalt.

An der Skyline Plaza warteten mein Mann und meine Freundin auf mich, begrüßten und feuerten mich an. Doch irgendwie war mir eher danach aufzugeben. Ich wollte nur noch auf den Arm!

Dann fing es auch noch an zu regnen. Meine Jacke hatte ich dummerweise doch nicht mitgenommen. Beim Gehen kühlte ich nun ordentlich aus und zitterte vor mich hin.

Doch irgendwie schaffte ich es dann natürlich ins Ziel, nach 4:30 h, also eine halbe Stunde langsamer als in Marrakech, wo ich im Januar sogar am Ende noch mal schneller wurde!

Manchmal läuft es anders als gedacht. Straßenmarathon muss ja auch gar nicht sein, so stimmungsvoll große Veranstaltungen auch sein können. Landschaftlich reizvolle Trails in der Natur sind eher das, was mich zum Laufen motiviert. Und da gibt es auch schöne Veranstaltungen…