Miradouro do Mistério

Es ist Montag, 7. Januar 2019, die Sonne scheint, als ich gegen 8 Uhr in einem für zwei Personen etwas zu engen Bett aufwache. Ja, bestes Wetter für einen morgendlichen Lauf am Meer!

Also mache ich mich auf den Weg die Promenade von Porto Martins und immer weiter die Küste entlang. Es wird irgendwann steil, Hunde bellen, der Wind weht noch immer sehr kräftig von Osten her.

Eigentlich hatte ich mir den nächstgelegenen Leuchtturm als Ziel ausgesucht. Doch nach einem langen, kräftezehrenden Anstieg und einem Blick auf die Uhr entscheide ich mich, nach 4 km umzukehren. Genau hier kommen mir plötzlich Kühe im „Gänsemarsch“ entgegen.

Also nehme ich dieselbe Route für den Rückweg und freue mich einfach über die so frische Luft und den tollen Blick auf den Atlantik.

Nach dem Frühstück fahren wir ins Innere der Insel, wollen die Lavahöhlen besuchen. Doch es ist extrem neblig, der Wind bläst Nieselregen von der Seite und die Höhlen sind ausgerechnet montags geschlossen. Also ab zur Nordküste von Terceira, wo wieder die Sonne scheint. Wir erklimmen einen Hügel, den Pico Matias Simaõ, von wo man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Felder und die Steilküste hat.

Dann fahren wir weiter zum Aussichtspunkt Ponta do Mistério, gelegen in einem Naturschutzgebiet an der Küste. Große Lavabrocken und Basaltsäulen dominieren hier die Steilküste. Wunderschön, aber etwas gefährlich, dort herum zu stolpern…. Die Lavabrocken liegen lose herum und es geht steil ins Meer hinab.

Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang, treffen einen Menschen, der tatsächlich im natürlichen „Meerschwimmbecken“ schnorchelt und trinken als Sundowner eine Flasche Superbock.

Das Abenteuer des Tages kommt dann zum Schluss: Wir haben Tiefkühlpizza gekauft und müssen nun herausfinden, wie man diese im Gasofen des Appartements zubereitet. Keiner von uns hat je mit einem Gasofen gebacken! Die Gebrauchsanleitung ist natürlich auf Portugiesisch und bezieht sich auf ein anderes, moderneres Modell.

Aber wir kriegen es hin. Zum Abschluss Rotwein auf der Terrasse, endlich draußen sitzen!

UFOs

Nachdem wir gestern Abend noch sehr nett im Restaurant nebenan essen waren (und dabei gefühlt die Hälfte der mit uns zurück geblieben Passagiere wieder trafen), folgte eine etwas kurze Nacht im Hotel Caravelas.

Nach dem Frühstück holte uns derselbe Taxifahrer ab, der uns gestern hierher gebracht hatte, denn so war es ausgemacht und nur dann bekommt er per Taxigutschein der Airline sein Geld von dieser.

8:30 sind wir wieder am Flughafen. Unser Flug soll 10:35 gehen. Das Wetter hat sich nur unwesentlich verändert. Dafür gibt es heute wunderbare Wolkenformationen am Himmel zu bestaunen, darunter einige Lenticular-Wolken, die sehr an UFOs erinnern. Vielleicht schaffen wir es ja damit nach Terceira?

Nein, nicht nötig, alles wird gut. Etwas verspätet kommt die kleine SATA Propellermaschine und nimmt uns mit. Zum Abschluss gibt Pico uns noch einen schönen Blick auf seinen gleichnamigen Vulkan und wir wackeln zur nächsten Insel.

Letzte Impressionen von São Miguel

Samstag – mein vorletzter Tag auf der Vulkaninsel im Atlantik.

Heute ruhe ich meine Füße ein wenig vom Wandern aus und erkunde den Nordosten der Insel mit dem Auto. Wunderbare Steilküsten und der älteste Leuchtturm der Azoren erwarten mich.

Immer wieder halte ich an den sogenannten Miradouros an, den ziemlich schön gestalteten Aussichtspunkten, die meist viel mehr sind als nur Parkplätze mit Aussicht. Weiterlesen „Letzte Impressionen von São Miguel“

Rainbow Island

Es ist Freitag, Tag 4 auf der Azoren-Insel. Der Wetterfrosch verspricht heute Sonne bei etwas frischeren Temperaturen und soll Recht behalten. Also ideale Bedingungen für eine erneute und etwas längere Wanderung.

Ich starte am Miradouro da Vista do Rei und möchte auf dem Panoramaweg den Ort Sete Cidades und damit den Vulkankrater umrunden. Weiterlesen „Rainbow Island“

Bergmöwen und Baumfarn

Blick durch Farn vom Berg aufs Meer

Hafen von Ponta Delgada

Für heute habe ich mir eine sehr schöne, aber auch anspruchsvolle Rundtour ausgesucht, die in der Nähe des Küstenortes Água De Alto beginnt und mich zum Vulkansee Lagoa Do Fogo führt.
Insgesamt bin ich etwa drei Stunden unterwegs (Pausen eingerechnet). Gleich zu Beginn geht es steil bergauf, vorbei an Weiden und Ackerland. Es ist sonnig und ich komme schnell ins Schwitzen.

 

Weiterlesen „Bergmöwen und Baumfarn“

Happy 2016!

the magic of trees, Baum im leichten Nebel

the magic of trees, Baum im leichten Nebel

Happy New Year!

Nun ist also 2016 da und ein neuer Jahreszyklus hat begonnen. Beim vergangenen Silvesterlauf entstand dieser Baum-Augenblick.

Was ich mir wünsche: weniger Dinge, mehr Natur und wertvolle Augenblicke, weniger Bedenken, mehr Liebe und Vertrauen, weniger Zeitfresser und mehr gesunde Momente.

Einfach noch viel öfter innehalten und „das Leben atmen“. Dann mal los!

 

Sossusvlei – Namibia immer im Herzen

Düne im Sossusvlei, Namibia

Düne im Sossusvlei, NamibiaErinnerungen an den letzten Besuch vor knapp einem Jahr… Ich grabe meine Hände tief in den warmen Sand, schließe die Augen und lasse die Wärme durch meinen Körper fließen. Tief durchatmen, die Wärme aufsaugen und speichern für die Kälte, die uns nach unserer Rückkehr in Deutschland erwarten wird.

Wieder sitzen wir hier oben im Abendlicht. Eigentlich besucht man solche Orte, fernab vom eigenen Zuhause, nicht zweimal in so relativ kurzer Zeit. Es erscheint mir fast wie ein Traum, dass ich schon wieder hier sein darf. Diese Düne im Sossusvlei ist für mich zu einem imaginären Rückzugsort geworden, etwas, woran man in kalten, unruhigen, lauten Zeiten gern denkt. Ich möchte immer wieder hierher zurückkehren, zumindest in Gedanken…