– ABGESAGT –

Gestern war eine meiner Aufgaben, in diversen Veranstaltungskalendern und Social Media Kanälen die Veranstaltungen meines Arbeitgebers abzusagen – bis Mitte April keine Kultur mehr in der Stadt!

Heute musste ich mich nun selbst schweren Herzens entscheiden, ob ich meine Wochenendreise nach Dresden antreten oder stornieren will. Nach stündlicher Prüfung der Buchungsseiten und Medienberichten entschied ich mich gegen die Reise.

Schade. So langsam legen die behördlich angeordneten Vorsichtsmaßnahmen wegen der sich ausbreitenden Corona-Virus-Epidemie das öffentliche Leben lahm.

Ein Bundesland nach dem anderen schließt seine Schulen. Im ganzen Land wurden erste Groß- und schließlich nach und nach alle Veranstaltungen abgesagt.

Die Deutsche Bahn nimmt inzwischen anstandslos auch nicht stornierbare Tickets ihrer Kunden zurück.

Also werde ich das Wochenende zuhause verbringen, statt mir Dresden anzuschauen, werde weiter auf heimischen Pfaden laufen statt an der Elbe und beim ebenfalls abgesagten Dresdner Stadtlauf und mir überlegen, wie ich das jüngere Kind die nächsten Wochen sinnvoll beschäftigen kann.

Wir steuern also auf einen Shutdown zu und können schon mal für die Apokalypse üben. Aber immerhin mit Sekt im Kühlschrank und Wein im Keller. Prost!

Recovery

Mühsam, Eichhörnchen und so, mensch kennt das. Also heute war ich nach 2 Tagen Indoor-Gefängnis mal wieder draußen, weil mit meiner Freundin auf ein Süppchen und einen netten Spaziergang im Park verabredet.
Es geht mir um Welten besser als die letzten Tage, der Husten ist fast weg, der Schnupfen auch. Morgen wäre Lauftreff…
Nein, ich halte lieber doch noch einen Tag die Füße still und gönne Herz-Kreislauf noch etwas Ruhe.
Dass es mir mal so schwer fallen würde, auf Sport zu verzichten, wer hätte das gedacht?

Sturmfrei

Während mein Mann am Flughafen sitzt und darauf hofft, dass sein Flieger nach Johannesburg heute noch raus geht, wird aufgrund des Orkantiefs Sabine bereits für morgen an vielen Schulen „sturmfrei“ ausgerufen.

Die Kinder freut’s, mich auch ein wenig, weil ich so morgen nicht ganz so früh raus muss. Weniger erfreulich klingen die Sturmböen draußen, welche die Hecken, Pflanzenkübel und alles andere auf den umliegenden Terrassen umher peitschen. Ich hoffe sehr, dass die Nacht nicht so schlimm wird.

Unsere Wälder werden erneut ordentlich „Federn lassen“ müssen. Mal sehen, wie viele Bäume es dieses Mal mit nimmt. Immerhin hatte es viel geregnet und der schwere Lehmboden wird die Wurzeln wohl etwas mehr festhalten als beim letzten Sturm, doch all die separat stehenden dünnen Fichten werden es schwer haben.

Eine Woche ist es nun her, dass ich an der englischen Küste von Devon meinen ersten Ultramarathon gelaufen bin. Leider hatte sich zuerst mein Husten verschlimmert, den ich vor dem Lauf noch nicht gänzlich auskurieren konnte und übers Wochenende kam noch ein heftiger Schnupfen dazu. Da hat das Immunsystem ganz schön was zu tun. Natürlich ruhe ich mich jetzt richtig aus und werde erst wieder Sport machen, wenn ich ganz gesund bin. Krank sein ist doof, die ganze Zeit drin bleiben auch.

SOUTH DEVON ULTRA

Das war der bisher schönste und härteste Lauf meines Lebens!

Mit neuer Erfahrung, wohl verdientem Muskelkater und wunderbaren Momenten im Gepäck kehre ich aus Südengland zurück.
Es war eine super organisierte Veranstaltung, tolle Helfer an den aid stations / check points und noch dazu Traumwetter, womit wohl kaum jemand gerechnet hatte nach dem Dauerregen zuvor.
So viel Matsch hatte ich noch nie unter den Füßen und in meinen Schuhen!

Ich habe es geschafft, habe durchgehalten, auch wenn zwischendurch Zweifel an mir nagten und sich ab 44km meine Knieschmerzen zurück meldeten. Nach 8:15h lief ich überglücklich ins Ziel und wurde herzlich empfangen. Ohne diesen nervigen Husten, der mich seit einiger Zeit plagt, hätte ich sicher noch etwas schneller sein können. Aber ich bin schon froh, dass es überhaupt geklappt hat.

collage south devon ultra
#nevergiveup

back on track

Da lief ich gestern und heute einen 10er, heute mit etwas mehr Steigung, und was soll ich sagen? Ging. Also für ein läuft bei mir reicht’s noch nicht, aber es wird. Bergab tat dann das liebe Knie wieder weh. Da ich die verschriebene Bandage noch nicht habe, hoffe ich, dass es damit dann noch besser wird.

ICH WILL WIEDER RICHTIG LAUFEN!

…und wieder so fit werden wie damals 2015 oder zumindest wie zuletzt im Januar.

Energie

Pfirsichblüte im Terrassengarten, im Hintergrund ein Deckchair

Waldweg, Wanderung am Morgen als Umweg zur Arbeit mit Angaben von Strecke, Zeit und Kalorien auf dem BildWow, der gestrige Tag war toll! Ich fühlte mich schon beim Aufwachen gut, war voller Energie und holte meinen „Spaziergang“ vom Vortag nach. Heißt, ich verlängerte meinen sehr kurzen Weg zur Arbeit um einige Kilometer (insgesamt 9), war ca. 1,5 Stunden bei herrlichem Vogelgezwitscher und frisch vom Regen gesäuberter Luft im Wald unterwegs auf einer meiner liebsten Laufstrecken. Und ja, es war anstrengend!

Ein weiteres Highlight des Tages: keine Kopfschmerzen und keine Müdigkeit, auch nicht das typische Mittagstief. Nur das Hungergefühl ist bisher nicht verschwunden, lässt sich aber aushalten. So konnte ich effektiv arbeiten und war insgesamt recht ausgeglichen.

Heute ist nun laut meinem Plan der letzte richtig Fastentag. Ich werde auch diesen ruhig gestalten. Erst ein wenig Yoga und je nach Verlauf vielleicht ein paar Bahnen Schwimmen.
Leider ist der Sohn krank, was die Planung etwas durcheinander bringt.

Mann und Tochter haben das Mit-Fasten längst wieder aufgegeben. Die Teenager-Tochter meinte gestern auch noch, einen Apfelkuchen backen zu müssen. Das ist fast ein wenig Folter 😉

Der Mann hält sich jedoch mit dem Essen sehr zurück. Allerdings fand ich seine Idee, mitzumachen sowieso nicht gut, da sein Job sehr viel Konzentration und Koordination erfordert und keine Fehler erlaubt. Da ist Hirnnahrung schon sehr wichtig und Komplett-Fasten keine Option.

Wenn ich jetzt an den Marathon denke, den ich in etwas über einer Woche laufen wollte, tut es nicht mehr weh. Loslassen geht.

Etikett von Yogi Tee mit der Aufschrift "Vergebung ist ein Ausdruck des Bewusstseins."

„Vergebung ist ein Ausdruck des Bewusstseins.“

Sich selbst vergeben ist auch sehr wichtig. Sagt sogar mein Yogi-Tee.

Fasten – so sieht’s (bei mir) aus

Fastensuppe

Ganz wichtig: Dies ist MEIN Plan, der den meisten Standard-Fastenplänen sehr ähnelt. Jeder muss für sich herausfinden, was gut tut und was möglich ist. Es gibt auch noch die Variante des Intervallfastens, die zum Beispiel im Berufsalltag mehr Sinn macht. Für Menschen, die sich langsam ans Fasten herantasten möchten, mag eine „Basen-Kur“ ein guter Einstieg sein.
Für Erstanwender gibt es unzählige Angebote mit Anleitung, sogenannte Fastengruppen, Fastenwochen in Hotels oder über Gesundheitsakademien, Volkshochschulen etc.
Ich traue mir als umfassend medizinisch ausgebildete Fachkraft mit Vorerfahrung durchaus zu, das alleine durchzuziehen, empfehle es aber Erstanwendern trotzdem nur mit Anleitung und evtl. sogar vorheriger ärztlicher „Genehmigung“!

Hier mein 8-tägiger Fasten-Plan etwas zusammen gefasst:

Tag 0 ENTLASTUNG

  • dient dazu, den Organismus auf die kommende Phase vorzubereiten
  • morgens lauwarmes Wasser, dann etwas Obst, vormittags Obst-/Gemüsesaft, Mittags Reis mit Gemüse, Nachmittags Naturjoghurt (ich liebe Joghurt auf Kokosbasis) mit Matzen-Brot, Abends Quark/Joghurt mit Obstpüree, Matzen, Kanne Tee
  • insgesamt viel Wasser trinken und auf ausreichend Bewegung achten

Tag 1 REINIGUNG

  • heute wird im Darm geputzt!
  • morgens Wasser und Tee
  • Abführsalz (ich nehme FX-Mayer)
  • vormittags Wasser und etwas Entwässerungstee
  • Darmspülung
  • mittags etwas Hafersuppe (die Betonung liegt auf Suppe, kein Brei, keine festen Bestandteile)
  • nachmittags Wasser, Tee
  • abends Abendtrunk aus Gemüse- und Obstsaft 1:1 mit Wasser verdünnt, Schlaftee (z.B. Hopfen, Lavendel, Passionsblume etc.)
  • Spaziergänge, Yoga, Meditation etc.

Tag 2 UMSTELLUNG

Tag 3 STABILISIERUNG

Tag 4 ENERGETISIERUNG

Tag 5 EINKEHR NACH INNEN

Tag 2 – 5 unterscheiden sich, bis auf die Darmreinigung (die nach Bedarf auch wiederholt werden kann) kaum von Tag 1, außer dass die Mittagssuppe variiert. Statt Hafer kommen nun Gemüsesäfte zum Einsatz, die ich mit heißem Wasser auffülle und etwas mit frischen Kräutern, ja sogar ein wenig Gewürzen wie Kümmel, Schwarzkümmel, Kurkuma verfeinere.

In den ersten zwei Tagen erlaube ich mir eine kleine Tasse schwarzen Kaffee oder Espresso mit heißem Wasser verdünnt, weil ich sehr zu Entzugskopfschmerzen und Migräne neige.

In vielen Fastenplänen steht, dass man zwischendurch immer Zitronenspalten lutschen darf. Ich ziehe es vor, mir die Zitrone in Scheiben oder Stückchen ins Wasser zu tun, vielleicht noch etwas frische Minze oder Ingwer dazu. Das trinken wir zuhause sonst auch immer.

Sport würde ich nur sehr moderat und zurückhaltend machen. Ausgedehnte Spaziergänge, kleine Wanderungen, etwas Schwimmen oder Yoga tun dem Organismus gut, ohne ihn zu überfordern. Und Mittagsschläfchen sind nicht zu unterschätzen!

Tag 6 RÜCKKEHR / FASTENBRECHEN

  • morgens etwas Tee
  • vormittags Kanne Tee, dann Fastenbrechen mit einem Apfel, der in kleinen Stücken sehr langsam gekaut wird
  • mittags Suppe aus z.B. Getreide oder Gemüse, diesmal mit Stückchen
  • nachmittags Wasser, Tee
  • abends Buttermilch (alternativ pflanzliche „Milch“) oder Quark/Joghurt mit etwas Matzen, dazu Schlaftee

Tag 7 plus Folgetage RÜCKKEHR / AUFBAUTAGE / GENUSS

  • morgens Tee
  • vormittags Tee
  • mittags Suppe, evtl. mit Matzen
  • nachmittags Wasser, Tee
  • abends leichte Kost mit Tee

Für die Aufbautage weiterhin leichte Kost wie Suppen, Salate, Smoothies, Gemüsesäfte etc.. Wichtig ist, jetzt nicht wieder in alte schlechte Gewohnheiten zu verfallen, sondern Nahrung bewusst zu genießen, langsam zu essen und schon die Zubereitung mit Liebe und Genuss zu verbringen. Wir haben es verdient, uns nicht als Müllschlucker zu missbrauchen, sondern uns hochwertige, echte LEBENSmittel zuzuführen. Ich liebe gutes Essen und weiß es sehr zu schätzen. Industrie-pseudo-Nahrung gibt es leider zu viel. Am besten kauft man auf dem Wochenmarkt ein, wenn es die Zeit erlaubt und meidet in der ersten Zeit Supermärkte, es sei denn, man hat sich bereits entsprechende „Scheuklappen“ oder „Filter“ angeeignet, um dort gezielt das Schlechte herauszufiltern 😉

Fasten im Alltag

Bachlauf im Frühling

Passt das zusammen? Erst recht das Heilfasten? Ich denke, bei mir wird es gehen, da ich es diese Woche ruhig angehen kann.

Heute entschied ich mich nach der morgendlichen Kinder-Schul-Routine zu einer Einheit Yin-Yoga (dank youtube), was sich als geradezu perfekt für diesen zweiten „richtigen“ Fastentag heraus stellte.

Mir war kalt, das Hungergefühl nervte. Am Nachmittag standen vier Stunden Meeting an, inklusive Essen, was dann schon herausfordernd war, aber ich habe diesen Tag überstanden!

weg mit birken und mann mit hund

Auf dem Heimweg kam mir nochmal eine ordentliche Portion Bärlauch in die Quere, der zuhause sogleich von der Tochter verarbeitet wurde.

Dieser Duft! Nicht fastenden Familienmitgliedern etwas zu Essen zubereiten ist auch eine Challenge 😉

Und Einkaufen… Aber so freue ich mich umso mehr auf die Zeit danach, wenn das Essen intensiver schmeckt und mehr genossen wird!

Die letzte Nacht schlief ich nicht so gut, hoffe, das wird diese besser.

M & M

Müdigkeit.

Dauerndes Gefühl, eine Erkältung zu kriegen. Aber es kommt keine. Meerklima fehlt. Zu wenig Schlaf. Zu viel Stadt. Zuviel von fast allem.

Linker Fuß macht mir Sorgen, weiß noch nicht, was es ist.

Sonntag Marathon in Marrakesch.

Daumen drücken, dass ich laufen kann. Wenn nicht, wird’s ein sehr langer Marsch.

Auf jeden Fall eine Sightseeingtour mal anders.