Pinguine finden

Seit etwa einer Woche trage ich nun Reisedaten nach, lade Fotos und GPX Dateien hoch und schwelge dabei in Erinnerungen. Ich hüpfe von Frankfurt nach Phoenix oder Windhoek, ein paar Minuten später bin ich auf dem Tafelberg in Kapstadt, in Chile oder am Indischen Ozean, einen Tag danach auf Lanzarote, in Norwegen,…

Was ist passiert? Ich habe die Seite findpenguins * entdeckt, die es auch als App gibt. Sie bietet den kostenlosen Service, Reise“Tagebücher“ zu führen, seine Reisen und Ausflüge zu dokumentieren, inklusive Kartenmaterial. Alles sehr komfortabel und schön anzusehen. Und eine weitere Möglichkeit, viel Zeit am Computer zu verbrennen…




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Ein neues Lauf-Abenteuer

Ich könnte jetzt hier das obligatorische Instagram Foto meines quadratisch angeordneten Lauf-Kits einfügen, doch habe ich gar kein solches.

Auf geht’s nach Südengland! Ein neues Abenteuer wartet. Fast genau ein Jahr nach meinem völlig verrückten Marathon-Trip nach Marrakesch bin ich erneut unterwegs um mich zu quälen. Der South Devon Ultra soll es diesmal sein und somit ein neuer Meilenstein: Ultradistanz!

Weiterlesen „Ein neues Lauf-Abenteuer“

Ein Stück Lissabon

stück handgemachte seife

Nachdem ich heute mal wieder mit Haus putzen dran war, fand ich das sorgfältig in eine kleine Papiertüte eingewickelte Stück handgemachte Seife, welches ich Anfang Juni auf dem Flohmarkt in der Alfama von der Seifenmacherin persönlich gekauft hatte.

Es war ein schönes verlängertes Wochenende mit Mann und Freunden. Doch wir waren nicht etwa nur der Stadt wegen dort, sondern wegen der erstmalig in Portugal stattfindenden Marillion Convention, heißt: drei Konzert-Abende mit der Lieblingsband, etwas Programm drum herum und viel Sightseeing.

Nun werde ich vorerst bei jedem Händewaschen an die heißen Tage in Lissabon zurück denken 🙂

Hier noch ein paar Schnappschüsse:

street art lissabon container bemalt als astronautwand fliesen street art lissabon nackte frauinstagram husband at work in lissabon

Instagram husband at work 😉

instagram husband at work

collage wandfliesen lissabon
Collage diverser Wandfliesen

kaktus an hauswand in lissabonstreet art lissabon

Paris

Ein Mama-Sohn-Osterferien-Kurztrip. Mit dem Zug in nur 4 Stunden von Frankfurt in die Stadt der Liebe

Blick zur Notre Dame de Paris einen Tag nach dem Brand im April 2019
Menschen auf einer der Seine-Brücken, Blick zur am Tag zuvor abgebrannten Notre Dame de Paris

Metro und Boot auf der Seine fahren, Sehenswürdigkeiten abklappern, bei viel Sonne und mit viel Spaß gefühlt eine Trillion Schritte tun, sehr nette Menschen treffen, einen toten Hund in der Seine betrauern, Architektur bewundern, in die Vielseitigkeit dieser Stadt eintauchen!
Aber zu allererst schauen wir zur wenige Stunden zuvor durch ein Feuer zerstörte Notre Dame de Paris, bahnen uns den Weg zwischen unzähligen TV-Leuten und anderen Schaulustigen – so viel Aufmerksamkeit bekommt der bettelnde junge Mann mit dem Kleinkind auf der Straße nicht…

Es kommen Erinnerungen an meinen ersten Besuch hier, im heißen Sommer vor genau 20 Jahren, wenige Tage vor der totalen Sonnenfinsternis, welche ich mit Freunden in der Normandie erleben wollte.

Damals übernachteten wir auf dem Campingplatz im Bois du Boulogne und legten fast alle Wege zu Fuß zurück. Die Grande Arche in La Défense faszinierte mich und jetzt den Sohn ebenso.

Den Eiffelturm bestiegen wir ’99 über die Treppen wie jetzt auch, nur war die Warteschlange kürzer als diesmal und es leuchtete uns ein Countdown der Tage bis zur Jahrtausendwende entgegen.

Montmartre ließen wir ’99 aus, also wollte ich diesmal unbedingt hin. Allerdings nur kurz – zu viele Menschen, zu viel Touristennepp und ein Sohn, dessen Füße schmerzten… Wer die vielen Treppen scheut, kann mit einem normalen Fahrschein die Bergbahn zur Sacré Coeur nehmen, während nebendran einige Läufer die Treppen für ihr Fitnessprogramm nutzen.

Die Pariser Innenstadt lässt sich wunderbar zu Fuß entdecken, aber natürlich auch mit diversen anderen Fortbewegungsmitteln. Man kommt sehr einfach mit den Öffentlichen (Metro, Bus, RER) an alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Wer viel in Museen möchte, für den lohnt sich ein Touristenticket. Tages- oder Mehrtagestickets lohnen sich erst ab etwa 5 Fahrten. Ich kaufte in den drei Tagen zwei 10er Carnets (10er Pack Einzelfahrscheine) zu je 14,90€, die wir gut nutzten. Aber Vorsicht mit den Magnetstreifen der Fahrkarten! Von unseren hatten sich gleich drei Stück entladen, weil ich sie im Portemonnaie mit Kreditkarte etc. aufbewahrte. Da steht man dann ziemlich blöd da und kommt nicht durch die Schranke. Zum Glück hatte ein Serviceschalter geöffnet und wir konnten die Karten umtauschen.
Auch sehr nett und momentan bei Einheimischen wie Touristen der Renner: E-Roller! Die sind auf Straßen und Fahrradwegen genauso präsent wie (Leih-) Fahrräder und genauso schnell! Überall gibt es Leihstationen, überall stehen oder liegen leer gefahrene Roller herum, selbst in der Seine haben wir welche entdeckt…

Paris ist charmant, ohne Frage, und relativ einfach zu erkunden. Teuer ist es auch, wie alle Metropolen. Ich werde nicht nachzählen, was mich dieser Ausflug letztendlich gekostet hat. Stattdessen genießen wir unsere gemeinsamen Erlebnisse. Vielleicht kommt mein Sohn in 20 Jahren wieder nach Paris und besucht die Orte, die er mit mir kennengelernt hat.

Au revoir!

Zugvögel

Die ersten Kraniche wurden gerade in Deutschland gesichtet, auf dem Weg zu ihren Brutplätzen. Ist der Winter also schon vorbei? Ich hoffe sehr für Sie, dass kein Kälteeinbruch mehr kommt, wie so oft in den letzten Jahren noch spät im Februar oder März!

Kraniche und Wildgänse stehen für mich so sehr für Fernweh, Sehnsucht und Reiselust.

Kaum bin ich von einer Reise zurück, könnte ich schon wieder los.

Und so kommt mir der Wunsch des Sohnes gerade recht, der gerne mal nach Paris möchte.

Gesucht, gebucht – geht ja so schön einfach heutzutage. Für uns in den „reichen Ländern“ wohlgemerkt, in unserer persönlichen bubble of life.

So viele Menschen auf der Welt haben diese Möglichkeit nicht. Nicht mal ihre Grundbedürfnisse nach Nahrung und Sicherheit sind erfüllt. Wie weit klaffen diese Welten noch immer auseinander…

Wir werden also im Frühling mit dem Zug nach Paris fahren und uns dort eine schöne Zeit machen. Nur Mutter und Sohn. Ein Privileg, dessen ich mir wohl bewusst bin und das eigentlich keines sein sollte.

M & M

Müdigkeit.

Dauerndes Gefühl, eine Erkältung zu kriegen. Aber es kommt keine. Meerklima fehlt. Zu wenig Schlaf. Zu viel Stadt. Zuviel von fast allem.

Linker Fuß macht mir Sorgen, weiß noch nicht, was es ist.

Sonntag Marathon in Marrakesch.

Daumen drücken, dass ich laufen kann. Wenn nicht, wird’s ein sehr langer Marsch.

Auf jeden Fall eine Sightseeingtour mal anders.

Ananas, oh Ananàs, oh Açores!

Ananas von den Azoren

Sehen sie nicht unglaublich appetitlich aus?

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Frisch von den Inseln hier, ebenso wie kleine Bananen, Avocado und allerlei anderes Obst und Gemüse.

So macht Einkaufen Spaß. Habe den Rucksack nach meinem abendlichen Spaziergang voll mit fast ausschließlich regionalen Leckereien. Wenn nicht von den Azoren, dann wenigstens vom portugiesischen Festland.

Wenn endlich das Beamen erfunden wäre… aber zurück zum Anfang – der Landung auf der Insel: Weiterlesen „Ananas, oh Ananàs, oh Açores!“

Abgetaucht

Da geht sie hin, die Zeit und meine vielen Ideen mit ihr. All die ungemalten Bilder, die Kritzeleien in diversen Notizheftchen oder Schnappschüsse im Kopf, die es nicht mal auf die Kamera geschafft haben, rinnen durch das Sieb des Alltags…

Blick auf das nördliche Ende des Gardasees und die umliegenden Berge
Gardasee

Anderes war wichtiger oder wollte zuerst erledigt werden. So langsam ändert sich etwas und ich komme wieder zu mir.

Was 2014 der erste Marathon und die Vorbereitung auf eine sehr wichtige Prüfung für mich waren – 2015/16 war es der Spagat zwischen zwei Nebenjobs, Familie und beginnender Selbständigkeit. Das Leben wandelt sich ständig. Wenn man begriffen hat, dass man selbst der Motor des Ganzen ist und mit Eigenverantwortung viele Stellschrauben selbst in den Händen hält, macht es das nicht unbedingt leichter, aber erträglicher und bringt Gelassenheit ins Leben.