SOUTH DEVON ULTRA

Das war der bisher schönste und härteste Lauf meines Lebens!

Mit neuer Erfahrung, wohl verdientem Muskelkater und wunderbaren Momenten im Gepäck kehre ich aus Südengland zurück.
Es war eine super organisierte Veranstaltung, tolle Helfer an den aid stations / check points und noch dazu Traumwetter, womit wohl kaum jemand gerechnet hatte nach dem Dauerregen zuvor.
So viel Matsch hatte ich noch nie unter den Füßen und in meinen Schuhen!

Ich habe es geschafft, habe durchgehalten, auch wenn zwischendurch Zweifel an mir nagten und sich ab 44km meine Knieschmerzen zurück meldeten. Nach 8:15h lief ich überglücklich ins Ziel und wurde herzlich empfangen. Ohne diesen nervigen Husten, der mich seit einiger Zeit plagt, hätte ich sicher noch etwas schneller sein können. Aber ich bin schon froh, dass es überhaupt geklappt hat.

collage south devon ultra
#nevergiveup

Ein neues Lauf-Abenteuer

Ich könnte jetzt hier das obligatorische Instagram Foto meines quadratisch angeordneten Lauf-Kits einfügen, doch habe ich gar kein solches.

Auf geht’s nach Südengland! Ein neues Abenteuer wartet. Fast genau ein Jahr nach meinem völlig verrückten Marathon-Trip nach Marrakesch bin ich erneut unterwegs um mich zu quälen. Der South Devon Ultra soll es diesmal sein und somit ein neuer Meilenstein: Ultradistanz!

Weiterlesen „Ein neues Lauf-Abenteuer“

Korallenmädchen

Sie ist die Freundin der Meeresbewohner, sie lebt im Korallenriff, worin sie sich wunderbar verstecken kann.

Doch sie und ihre Freunde sind bedroht. Schwermetalle, Mikroplastik, Erderwärmung, etc. machen ihnen das Leben immer schwerer.

Falls du dem Korallenmädchen im Meer begegnest, sei vorsichtig, denn sie ist schreckhaft und sehr empfindsam. Aber für die meisten Menschen ist sie unsichtbar.

Vielleicht traut sie sich hervor, um dir die Schönheit ihrer Unterwasserwelt zu zeigen. Du wirst dich verlieben und alles daran setzen, sie zu retten.

coral girl, illustration

Oh Deer!

Gerade komme ich mal wieder nicht so oft zum Zeichnen/Malen, wie mir lieb wäre. Also eigentlich ist das ja Dauerzustand 😉

Zum MerMay Tag 15 habe ich aber dann doch eine kleine Illustration geschafft, dieses MeerHirschMädchen hier:

mermay meerjungfrau mit geweih und hirschohren zeichnung

Ich mag diese Fantasiewesen. Nicht unbedingt in der überzogen stilisierten Disneyversion, sondern eher etwas schräge, verwunschene, geheimnisvolle.

MeerZeit

Wir liegen nach einem Strandspaziergang in unserem Bulli mit Blick aufs Meer, nach zwei Tagen „auf See“ mit der Stena Line, einem Kurztrip Kiel-Göteborg und zurück.

Es ist der wohl schönste, weil geschmackvollste, plastikstuhlfreie Campingplatz Schleswig-Holsteins, auf dem wir die dritte Nacht unseres Ausflugs ohne Kinder verbringen. PaarZeit.

Göteborg war auch schön. Wir hatten tolles Wetter, sind viele Stunden zu Fuß in der Stadt unterwegs gewesen und haben die vielleicht größte Zimtschnecke der Welt im Café Husaren gegessen.

Morgen geht’s zurück nach Hause, einmal von Norddeutschland in dessen Mitte, zurück zu unseren Kindern, die das erste Mal mehrere Tage alleine zu Hause sind…

The Atlantic and you

Ich liebe diesen Slogan von SATA!

Gleich geht’s zurück über den Atlantik nach Lissabon, allerdings mit TAP und dann weiter nach Frankfurt. Erst am späten Abend werden wir ankommen. Dann haben wir die uns bei der Hinreise geschenkten zwei Stunden wieder zurück gegeben und einen kompletten Tag an Flughäfen und in Flugzeugen verbracht.

Vielleicht komme ich irgendwann mal wieder und „noch vielleichter“ leiste ich mir dann den vierstündigen Direktflug mit Azores Airlines.

Sunrise, sunrise

Es ist Dienstag, der letzte Tag vor unserem Rückflug in den Frankfurter Winter, der, von diversen Erhebungen des Taunus abgesehen, eher zur erneuten Flucht anregt.

Für heute hatte ich mir den Wecker gestellt um ja nicht wieder den Sonnenaufgang zu verpassen. Wäre nicht nötig gewesen, da ich bereits um 5:00 hellwach bin.

Kurz nach 8:00 verlasse ich das Appartement und laufe los, immer am Meer entlang Richtung Leuchtturm am Ponta das Contendas und werde direkt von einem Bilderbuch-Sonnenaufgang begrüßt!

Sunrise

Die Strecke kenne ich zu zwei Dritteln ja bereits vom Vortag, nur dass mir die Kühe heute später begegnen. Die üblichen Hunde bellen, der Kleinbus sammelt Schulkinder ein und die Steigungen sind noch immer da. Die letzten 2 km bis zum Leuchtturm gibt die Gegend noch mal richtig Gas mir Höhenmeter zu verpassen. Eine sehr lange, sehr steile Straße hinunter rennen geht ja noch, doch da muss ich ja nachher wieder rauf!

Angekommen, kurz verschnaufen, Fotos machen und zurück.

Leuchtturm Ponta das Contendas

13 km sind es am Ende. Nicht besonders viel aber knackig. Zurück in Porto Martins an der Badestelle muss ich ins Wasser, wenigstens mit den Beinen! Es tut so gut! Ein Mann kommt mit Fahrrad und geht tatsächlich richtig schwimmen. Unerschrockene Insulaner eben, bin später etwa traurig, mich nicht getraut zu haben.

Der weitere Tag ist dann weniger anstrengend, dafür durchzogen von Sightseeing. Wir besuchen ohne unseren inzwischen alles verweigernden 12-Jährigen noch mal Angra do Heróismo, die größte Stadt der Insel, trinken einen Galão für den unfassbaren Preis von 1€ und fahren dann zu den beiden Vulkanhöhlen.

Diese sind wirklich beeindruckend. Die Algar do Carvão ist ein ehemaliger Vulkanschlot, in den man tief hinein steigt bis zu einem unterirdischen See und staunend in den sehr großen Lavakammern steht.

Die Gruta do Natal (Weihnachtshöhle) dagegen ist sehr viel kleiner, niedriger, weniger spektakulär. Dafür bekommt man am Eingang Helme, die auch nötig sind. Man kann sich in beiden Höhlen ohne Führung frei bewegen. Da sich die Höhlen sehr unterscheiden, empfiehlt es sich, beide zu besuchen. Es gibt ein Kombiticket für 9 € pro Person (Einzelticket 6 €).

Hier noch ein paar Fotos:

Vulkanschlot aus dem Inneren gesehen

Miradouro do Mistério

Es ist Montag, 7. Januar 2019, die Sonne scheint, als ich gegen 8 Uhr in einem für zwei Personen etwas zu engen Bett aufwache. Ja, bestes Wetter für einen morgendlichen Lauf am Meer!

Also mache ich mich auf den Weg die Promenade von Porto Martins und immer weiter die Küste entlang. Es wird irgendwann steil, Hunde bellen, der Wind weht noch immer sehr kräftig von Osten her.

Eigentlich hatte ich mir den nächstgelegenen Leuchtturm als Ziel ausgesucht. Doch nach einem langen, kräftezehrenden Anstieg und einem Blick auf die Uhr entscheide ich mich, nach 4 km umzukehren. Genau hier kommen mir plötzlich Kühe im „Gänsemarsch“ entgegen.

Also nehme ich dieselbe Route für den Rückweg und freue mich einfach über die so frische Luft und den tollen Blick auf den Atlantik.

Nach dem Frühstück fahren wir ins Innere der Insel, wollen die Lavahöhlen besuchen. Doch es ist extrem neblig, der Wind bläst Nieselregen von der Seite und die Höhlen sind ausgerechnet montags geschlossen. Also ab zur Nordküste von Terceira, wo wieder die Sonne scheint. Wir erklimmen einen Hügel, den Pico Matias Simaõ, von wo man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Felder und die Steilküste hat.

Dann fahren wir weiter zum Aussichtspunkt Ponta do Mistério, gelegen in einem Naturschutzgebiet an der Küste. Große Lavabrocken und Basaltsäulen dominieren hier die Steilküste. Wunderschön, aber etwas gefährlich, dort herum zu stolpern…. Die Lavabrocken liegen lose herum und es geht steil ins Meer hinab.

Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang, treffen einen Menschen, der tatsächlich im natürlichen „Meerschwimmbecken“ schnorchelt und trinken als Sundowner eine Flasche Superbock.

Das Abenteuer des Tages kommt dann zum Schluss: Wir haben Tiefkühlpizza gekauft und müssen nun herausfinden, wie man diese im Gasofen des Appartements zubereitet. Keiner von uns hat je mit einem Gasofen gebacken! Die Gebrauchsanleitung ist natürlich auf Portugiesisch und bezieht sich auf ein anderes, moderneres Modell.

Aber wir kriegen es hin. Zum Abschluss Rotwein auf der Terrasse, endlich draußen sitzen!

Ich bin wieder hier

Luft! Meer! Natur! Ruhe!

Blick hinab zu Sete Cidades

Ich stehe mit Mann und Sohn am Miradouro Vista do Rei und schaue hinab nach Sete Cidades, zu den beiden Seen des Vulkankraters, den ich vor 11 Monaten zu Fuß umrundet hatte. Etwas ist anders: Mehr Touristen sind unterwegs, der Aussichtspunkt ist neu angelegt, das Wetter ist nicht ganz so schön wie letztes Mal.

Wir schauen uns die Bauruine des Hotels an, danach fahre ich zum Lagoa do Canario, von wo aus wir den bequemen, sehr schönen Weg zum Aussichtspunkt Miradouro da Boca do Inferno gehen. Leider brechen heute die Wolken nicht auf und der Blick in den Krater bleibt von hier verborgen.

Dann fahren wir hinab in den Krater, halten kurz und weiter geht’s auf die andere Seite.

Kurzes Picknick am Meer auf den Lavafelsen bei Mosteiros und Weiterfahrt über den Nordwesten zurück nach Ponta Delgada.