Ein Stück Lissabon

stück handgemachte seife

Nachdem ich heute mal wieder mit Haus putzen dran war, fand ich das sorgfältig in eine kleine Papiertüte eingewickelte Stück handgemachte Seife, welches ich Anfang Juni auf dem Flohmarkt in der Alfama von der Seifenmacherin persönlich gekauft hatte.

Es war ein schönes verlängertes Wochenende mit Mann und Freunden. Doch wir waren nicht etwa nur der Stadt wegen dort, sondern wegen der erstmalig in Portugal stattfindenden Marillion Convention, heißt: drei Konzert-Abende mit der Lieblingsband, etwas Programm drum herum und viel Sightseeing.

Nun werde ich vorerst bei jedem Händewaschen an die heißen Tage in Lissabon zurück denken 🙂

Hier noch ein paar Schnappschüsse:

street art lissabon container bemalt als astronautwand fliesen street art lissabon nackte frauinstagram husband at work in lissabon

Instagram husband at work 😉

instagram husband at work

collage wandfliesen lissabon
Collage diverser Wandfliesen

kaktus an hauswand in lissabonstreet art lissabon

Orange = Leben

Fastenbrechen – das Wort finde ich nicht schön, aber genau das ist heute dran!

Laut Plan war eigentlich ein Apfel dafür vorgesehen, doch mein Bauch sagte „Orange“. Kein Wunder, haben mir Orangen schon oft in der „Not“ geholfen. Zuletzt beim Marathon in Marrakech waren sie als Streckenverpflegung eine Wohltat und genau so fühlte sich diese eine Orange an, die ich heute nach 6 Tagen ohne feste Nahrung langsam kauend in mich aufnahm.

Danke.

25 km/h

Wozu brauchst du immer noch eine Bestätigung, dass dir das zusteht?

Du bist über 40 und weißt, dass dir keiner mehr was vor machen kann. Worauf wartest du?

Wenn nicht heute, wann dann, verdammt nochmal?!

Da fahren zwei Brüder, die sich nach 30 Jahren erst zur Beerdigung ihres Vaters wieder sehen, mit ihren Mofas aus Teenagerzeiten los, vom Schwarzwald an die Ostsee und werfen sämtliche Bedenken über Bord. Sie machen ihren Jugendtraum wahr, überwinden Grenzen und fangen endlich an zu leben, bringen Dinge aus der Vergangenheit zu Ende.

Ein schönes Märchen erzählt der Kinofilm „25 km/h“ sehr unterhaltsam und mit einer Art Sehnsucht, die nur Leute jenseits der 30 verstehen.

Mach es jetzt, hör auf zu denken und tu es!

Dinge geschehen, weil wir sie wollen.

Adjö, Sverige!

Blick aus dem Flugzeug auf die Tragfläche im Landeanflug auf Stockholm-Arlanda

Parfümgeschwängerte zu warme Luft, Kinderlachen, murmelnde Stimmen, Geraschel von aufreißenden Sandwichverpackungen, das Brummen und Rauschen des Flugzeugs.

Wir sitzen wieder mal in einem Lufthansa Airbus auf dem Heimweg aus einer anderen Welt.

Eine Welt voller Schneemassen, klarer, kalter Luft, Ruhe, polarlicht- und sternverziertem Himmel. Eine Welt fast ohne Elektronik, ohne Stress, ohne Strom, dafür immer frisches Quellwasser, Sauna, viele lustige, nette Gespräche, viel Bewegung, Einfachheit, Reduzierung auf Wesentliches. Zwischenmenschliches. Archaisches. Naturverbundenheit.

Auf Wiedersehen, geliebtes Schweden und vielleicht bis bald!

Wildnisdorf Solberget am Abend der Abfahrt. Moritz bringt unser Gepäck auf dem Lastschlitten zu den Autos.
Wildnisdorf Solberget am Abend der Abfahrt. Moritz bringt unser Gepäck auf dem Lastschlitten zu den Autos.

Stille

Kein Bing, kein Kling
Kein Bild, kein Text

Nur Stille

Keine Worte, keine Gesten

Nur Stille

Wortlose Leere starrt mich an,
Leere macht sich in mir breit

Stille

Fragen formieren sich,
Antworten gibt es nicht

Unerträgliche Stille

Sorge

Schiebe sie weg, glaube, Antworten zu kennen – und wenn ich irre?

Vernunft

Sachliches Denken vertuscht Sorgen

Stille bleibt

Ausnahmsweise diesmal tränenlos
Genug geweint, genug zermürbt

Genug Stille gesucht um Antworten zu finden, die es vielleicht nicht gibt

Worte quellen in meinem Hirn zu Wolken auf und quälen mein Herz

Narben beginnen erneut zu schmerzen und drohen aufzubrechen

Wut beginnt Sorge zu vertreiben, brüllt „Was willst du eigentlich? Mit welchem Recht begehrst du auf?“

Begierde, Leidenschaft und Neugier pochen auf ihr Recht auf Dasein

Wut kontert mit Schuld

Aha, schuldig ist aber auch die andere Seite, die jetzt nur für Stille sorgt

Kann man aktiv Stille herbeiführen? Passiert diese nicht nur durch Passivität?

Kein Knoten platzt, keine Lösung, keine Klarheit wagen sich aus dem Gedankendschungel

Nur die Erinnerung flüstert ab und zu „Pling pling, schau, dies hier und jenes da, weißt du noch?“

Möchte schreien, aber ja doch! Genau deshalb ja!

Erinnerung an Freude und Leid, an Leidenschaft, Genuss und Sehnsucht

Schmerzen. Trauer. Wut.

Das Ende, so etwa? Weiß nichts mehr, fühle nichts mehr

Ruhe – ruh dich aus, lass los!

Letzte Impressionen von São Miguel

Samstag – mein vorletzter Tag auf der Vulkaninsel im Atlantik.

Heute ruhe ich meine Füße ein wenig vom Wandern aus und erkunde den Nordosten der Insel mit dem Auto. Wunderbare Steilküsten und der älteste Leuchtturm der Azoren erwarten mich.

Immer wieder halte ich an den sogenannten Miradouros an, den ziemlich schön gestalteten Aussichtspunkten, die meist viel mehr sind als nur Parkplätze mit Aussicht. Weiterlesen „Letzte Impressionen von São Miguel“