Freiheit im Gewitterregen

Heute war ich endlich mal wieder länger laufen, mit Lieblingsmusik im Ohr. Vorgenommen hatte ich mir mindestens 10 km. Zu Beginn ging es teils ziemlich bergauf in den Taunus.

Oben genoss ich dann die kleinen Trails, vorbei an noch immer vielen Sturmschäden.

Während ich auf dem Weg abwärts förmlich vor mich hin zu fliegen schien, krachte es plötzlich und die ersten Regentropfen fielen. Welch Erfrischung!

Etwas später wurde daraus ein richtiges Sommergewitter mit heftigem Regen. Innerhalb weniger Minuten war ich triefend nass, doch es störte nicht. Im Gegenteil – welch Freiheit und Glücksgefühl, so durch den prasselnden Regen zu rennen.

Naturgewalt, die beste Musik und die eigene Kraft zu spüren – genau diese Kombination machte diesen Lauf zu etwas Besonderem. Sehr dankbar bin ich dafür.

Ein ganzes Universum für Ohren und Seele

Nachdem meine inzwischen 17jährige Tochter seit Jahren versucht, mir Spotify schmackhaft zu machen (natürlich gerne die family premium version, haha) und ich es bisher mied, habe ich seit gestern nun doch das günstige 3-Monats-Test-Abo gekauft.

Und? Ich komme nicht mehr vom Hören weg. Musik, vor allem progressive Rockmusik spielt hier ja seit langem eine große Rolle, doch nun eröffnen sich weitere, alte und neue Welten.

Hätte es diese Art Streaming-Dienste schon zu meiner Teenagerzeit gegeben, was für ein Paradies das gewesen wäre!

Ich konnte mir damals kaum leisten Alben zu kaufen. Radio war mein bester Freund und der Zusammenschnitt von Mixtapes eine Kunst jeden Musikliebhabers.

Doch so blieb viel ausgezeichnete Musik vor mir verborgen, die ich Dank Internet erst Jahre später entdeckte.

Nun tauche ich wieder ab ins Universum der Playlists und „dir-könnte-auch-gefallen“…

Selling England by the Pound

Es ist spät abends, ich habe das Testabo von Apple Music gestartet und tauche ein in die Welt von Genesis der frühen 70er Jahre, während ich endlich mal wieder vor meinem Skizzenblock sitze und zeichne.

Eine Frau entsteht auf dem Papier, ein weiteres Fantasie-Porträt einer mir unbekannten Person.

Die Musik trägt mich weit weg und ich kann alles ausblenden, was mich in letzter Zeit frustriert.

Aus einem Auge wird eine Person.

Ob ich ihr einen Namen gebe? vielleicht Brittany… oder Kate?

Skizze, Frauenporträt

Zeichnung Frauenporträt

30 km bis Freddie

Laufaussicht, Feldweg, Regenwetter
Hochspannungsleitungen über Feldweg bei grauem Regenwetter

Sonntag ist Lauftag, zumindest die letzten und nächsten Wochen, weil ich mal wieder einen Trainingsplan habe. Irgendwann soll der dritte Marathon Wirklichkeit werden! Also lief ich gestern, trotz Regenschauern und Windböen am späten Vormittag los und lief und lief und lief…. Begleitet wurde ich von meiner Lieblingsmusik, einer Flasche Wasser mit Zitrone und Salz und drei Datteln.
Dieses ganze Läuferdurchhalteelektrolytzuckerriegelgelzeug ist nicht so mein Ding, oder ich habe noch nicht das Richtige für meinen Geschmack gefunden. Deshalb Datteln. Alles drin, was der Körper braucht und lecker.

Klatschnass wurde ich, auch dank der riesigen Pfützen, die sich mir auf den umliegenden Feldwegen in den Weg legten und natürlich wegen des Regens, den der Wind schön „waschanlagenmäßig“ von der Seite her wehte. So lief ich also von einem Stadtteil zum anderen, über die Feldwege zwischen Bad Homburg, Oberursel und dem Nordzipfel Frankfurts eine Strecke, die auf der Karte fast schon etwas an eine Afrika-Silhouette erinnert. Am Ende drehte ich noch zwei Runden um den Teich in unserem Schlosspark und kam gleich dreimal an denselben Gänsen vorbei, die mich etwas entgeistert anschauten 😉
28 Kilometer standen auf dem Plan, etwas über 30 wurden es an diesem Sonntag und mit 65,5 km die trainingsintensivste Woche seit Anfang des Jahres.

Zur Belohnung gab es am Nachmittag ein echtes Highlight: BOHEMIAN RHAPSODY – der QUEEN-Film! Von Anfang bis Ende ist es mehr als nur ein biografischer Film, gespickt mit vielen Gänsehaut- und Musikmomenten. Die schauspielerische Besetzung ist richtig gelungen (was für eine Herausforderung!). Sie spielten sich so sehr in mein Herz, dass ich stellenweise vergaß, dass es sich nicht um die echte Band handelte. Ich hatte im Vorfeld bereits einige Kommentare zum Film gelesen, die nicht so toll waren und kann die Kritik keinesfalls nachvollziehen. Ich war völlig hin und weg und wieder einmal etwas traurig, QUEEN nie live erlebt zu haben. Dank des Films war ich gefühlt dabei, als sie in Wembley bei LIVE AID auftraten, womit der Film allerdings endet und somit den Rest von Freddies Leben etwas unterschlägt. Dafür bekommt man einen guten Eindruck von den Anfängen der Band und den wichtigsten Beziehungen Mercurys.

Wer QUEEN mag, sollte diesen Film nicht verpassen.

Birdy – Musik fühlen

peter gabriel, cover, birdy

Ich sitze im Auto, fahre die Serpentinenstraße zum Vulkan hoch. Mein Smartphone spielt über die Auto-Lautsprecher Peter Gabriels Musik ab.Weg im Nebel
Dunkle, dumpfe Trommeltöne, schwere Bässe und langgezogene Bläsertöne dröhnen laut durch mich durch. Sie durchfließen meinen Kopf, meinen Körper, machen Gänsehaut, bringen mich innerhalb weniger Sekunden in eine andere Welt. Weiterlesen „Birdy – Musik fühlen“

Le Petit Prince – was für die Ohren

Foto eines Kindes, das am Fuß einer riesigen Sanddüne steht. Erinnert an den Kleinen Prinz

Riccardo Romano, italienischer Musiker und Komponist, u.a. bekannt als Mitglied der Progressive Rock Band Ranestrane, hat eine Rock-Oper geschrieben.

B612 – Inspiriert von Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz

Etwas ausgelutscht, das Thema…? Ganz und gar nicht. Ich kann nicht aufhören, das Album zu hören. Vor allem draußen beim Laufen, auf dem Weg zur Arbeit, bei der Arbeit, zwischendurch laut zu Hause…  Weiterlesen „Le Petit Prince – was für die Ohren“