Silvester-Trail

Trailrunning im verschneiten Wald, Läuferin von hinten aufgenommen
Auf dem Weg nach oben darf man auch mal gehen…

Mein Laufjahr beendete ich heute mit einem feinen Trail in der näheren Umgebung, durch Matsch und in Bäche verwandelte Wege mit wild tanzenden Schneeflocken um mich herum im nebligen Wald. Das war schön.

Wenn ich meiner Statistik glauben mag, dann fehlen mir nur 200m, bis die Jahresgesamtkilometer schön aussehen, aber ich lass das jetzt so 😉

Auszug aus der Laufstatistik bei Strava mit Jahreswerten und Gesamt-km

Fest steht, dass dieses verkorkste 2020 sportlich mein bisher aktivstes Jahr war. Gestartet mit einem 31km langen Lauf über den Limes zum Feldberg (Taunus) am 1. Januar, lief ich dann meinen ersten Ultra in South Devon (55km mit extrem viel und tiefem Matsch). Weiter ging es im März mit der Ultra-Interval-Challenge, bei der ich 80 km in 24 Stunden in Etappen zurück legte.

Es folgten viele schöne weitere Läufe, mal lang, mal kurz, mal an eher ungewohnten Orten wie der sehr stillen Landebahn Nord-West mit geparkten Flugzeugen. Besonders waren für mich außer dem die 1. Taunus Trail Challenge, die mich zu mehr Höhenmetern anspornte, der darauf folgenden Qualifikations-Möglichkeit für die World Trail Championships auf dem Golden Segment, das fast vor meiner Haustür lag. Es war ein gutes Jahr, zumindest, wenn ich es als Läuferin betrachte.
Über Corona muss ich nicht viel schreiben, außer dass ich lange nicht so viel Zeit zuhause verbrachte wie in diesem Jahr. Ich war seit Februar nicht mehr über Nacht weg. Nach all den Reiseabenteuern der letzten 20 Jahre fühlte sich das sehr seltsam an. Aber was soll’s, bisher sind alle in meiner Familie gesund/verschont geblieben und ich hoffe sehr, dass es so bleibt und wir bald die Impfung bekommen.

Dafür habe ich nun seit 7 Monaten meine haarige Freundin, das Wölfchen in meinem Leben und liebe sie sehr.

Mein Hund und ich im verschneiten Taunus
zwei glückliche Outdoor Mädels im Schnee

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein 2021, das hoffentlich für alle besser wird!

Einmal durchgefegt.

Ja, es sieht schon wieder anders aus hier. Habe mal ein neues Theme ausprobiert und finde es viel schöner. Leider habe ich nicht die Zeit, WordPress komplett selbst zu launchen und möchte ungern Geld für Werbefreiheit zahlen…also verzeiht bitte die nervigen Werbeblocks!

Zu Beginn (2005!) war ich auf blogspot/blogger, doch das war mir irgendwann nicht komfortabel genug, vor allem mobil, deshalb der Umzug zu WordPress.com – soviel am Rande.

Vielleicht hat ja jemand von den erfahreneren Bloggern mal einen Tipp, wie man kostenlos und werbefrei EINFACH und mobil (per App) bloggen kann? Ich wurde leider nicht fündig.

SOUTH DEVON ULTRA

Das war der bisher schönste und härteste Lauf meines Lebens!

Mit neuer Erfahrung, wohl verdientem Muskelkater und wunderbaren Momenten im Gepäck kehre ich aus Südengland zurück.
Es war eine super organisierte Veranstaltung, tolle Helfer an den aid stations / check points und noch dazu Traumwetter, womit wohl kaum jemand gerechnet hatte nach dem Dauerregen zuvor.
So viel Matsch hatte ich noch nie unter den Füßen und in meinen Schuhen!

Ich habe es geschafft, habe durchgehalten, auch wenn zwischendurch Zweifel an mir nagten und sich ab 44km meine Knieschmerzen zurück meldeten. Nach 8:15h lief ich überglücklich ins Ziel und wurde herzlich empfangen. Ohne diesen nervigen Husten, der mich seit einiger Zeit plagt, hätte ich sicher noch etwas schneller sein können. Aber ich bin schon froh, dass es überhaupt geklappt hat.

collage south devon ultra
#nevergiveup

Pardiologie

Sie ist 41, er 15 Jahre älter, sie ist krass ehrlich und bekannt dafür, hemmungslos zu schreiben, unverblümt und scheinbar angstfrei verrückte Sachen zu machen. Und jetzt schafft sie es als erste Person, dass ich einen Podcast höre (ja, mein erstes Mal).

Charlotte Roche und Martin Kess reden offen über ihre Beziehung, Ehe und alles, was damit zu tun hat.

Schon nach der ersten Folge liebe ich sie dafür und werde weiter reinhören.

Anderswo

Etosha Nationalpark, Nambia, Afrika

Ein junger Mann durchquert Afrika, wirklich von „ganz unten nach ganz oben“, mit dem Fahrrad und größtenteils alleine.

Er trotzt allen Anstrengungen, vor allem dem Allein-mit-sich-sein, entdeckt diesen Kontinent hautnah und scheinbar ohne Berührungsängste. Er trifft auf Menschen, Tiere, atemberaubende Landschaft, erlebt Gastfreundschaft, Freundlichkeit, Schönheit, Strapazen, Krankheit und findet zu sich selbst.

Anderswo – Allein in Afrika

So lautet der Titel des Films von Anselm, der mich gestern im Kino ebenso begeisterte wie schon der Film „Weit.“ von Gwen und Patrick.

Unbedingte Anguck-Empfehlung! Aber Vorsicht: macht Fernweh und baut Grenzen im Kopf ab 😉

25 km/h

Wozu brauchst du immer noch eine Bestätigung, dass dir das zusteht?

Du bist über 40 und weißt, dass dir keiner mehr was vor machen kann. Worauf wartest du?

Wenn nicht heute, wann dann, verdammt nochmal?!

Da fahren zwei Brüder, die sich nach 30 Jahren erst zur Beerdigung ihres Vaters wieder sehen, mit ihren Mofas aus Teenagerzeiten los, vom Schwarzwald an die Ostsee und werfen sämtliche Bedenken über Bord. Sie machen ihren Jugendtraum wahr, überwinden Grenzen und fangen endlich an zu leben, bringen Dinge aus der Vergangenheit zu Ende.

Ein schönes Märchen erzählt der Kinofilm „25 km/h“ sehr unterhaltsam und mit einer Art Sehnsucht, die nur Leute jenseits der 30 verstehen.

Mach es jetzt, hör auf zu denken und tu es!

Dinge geschehen, weil wir sie wollen.

„…und seien Sie gut zu Ihren Kindern!“

sagte er zum Schluss und ging unter tosendem Applaus von der Bühne im ausverkauften Saal.

Hagen Rether, ein ruhiger, oft sehr bissiger, dennoch wohlwollender Kabarettist, der auf seine ganz besondere Art Gesellschaftskritik ans Publikum bringt, dabei nie anprangert, nie mit dem Finger auf andere zeigt, sich nicht über andere lustig macht oder gar selbst erhebt, fasziniert mit Gedanken, die weit über übliches Kabarett hinaus gehen.

Ein philosophischer, liebevoller, reflektierter Grünlinksfeminist oder so ähnlich, den ich gern für jeden Satz umarmt hätte.

Klares Fazit: Anhören!

Magma

Am steilsten Hang von Santo Amaro, aus Lavagestein, Beton, Holz und Glas gebaut, liegt das Restaurant MAGMA mit einer grandiosen Aussicht auf den Atlantik.

Recht neu ist es und bereits sehr beliebt. Die Einrichtung ist eine Mischung aus dem modernen Stil von Großstadtcafés und zurückhaltenden, schlichten Naturmaterialien der Gegend. Das Essen ist portugiesisch, frisch und lecker, der Service sehr gut.

Direkt unterhalb des Restaurants werden gerade stilistisch ähnliche Häuser gebaut, evtl. als Ferienhäuser.

Desert Magma, Schokoladenkuchen mit Eis

Getestet und für gut befunden 🙂

30 km bis Freddie

Laufaussicht, Feldweg, Regenwetter
Hochspannungsleitungen über Feldweg bei grauem Regenwetter

Sonntag ist Lauftag, zumindest die letzten und nächsten Wochen, weil ich mal wieder einen Trainingsplan habe. Irgendwann soll der dritte Marathon Wirklichkeit werden! Also lief ich gestern, trotz Regenschauern und Windböen am späten Vormittag los und lief und lief und lief…. Begleitet wurde ich von meiner Lieblingsmusik, einer Flasche Wasser mit Zitrone und Salz und drei Datteln.
Dieses ganze Läuferdurchhalteelektrolytzuckerriegelgelzeug ist nicht so mein Ding, oder ich habe noch nicht das Richtige für meinen Geschmack gefunden. Deshalb Datteln. Alles drin, was der Körper braucht und lecker.

Klatschnass wurde ich, auch dank der riesigen Pfützen, die sich mir auf den umliegenden Feldwegen in den Weg legten und natürlich wegen des Regens, den der Wind schön „waschanlagenmäßig“ von der Seite her wehte. So lief ich also von einem Stadtteil zum anderen, über die Feldwege zwischen Bad Homburg, Oberursel und dem Nordzipfel Frankfurts eine Strecke, die auf der Karte fast schon etwas an eine Afrika-Silhouette erinnert. Am Ende drehte ich noch zwei Runden um den Teich in unserem Schlosspark und kam gleich dreimal an denselben Gänsen vorbei, die mich etwas entgeistert anschauten 😉
28 Kilometer standen auf dem Plan, etwas über 30 wurden es an diesem Sonntag und mit 65,5 km die trainingsintensivste Woche seit Anfang des Jahres.

Zur Belohnung gab es am Nachmittag ein echtes Highlight: BOHEMIAN RHAPSODY – der QUEEN-Film! Von Anfang bis Ende ist es mehr als nur ein biografischer Film, gespickt mit vielen Gänsehaut- und Musikmomenten. Die schauspielerische Besetzung ist richtig gelungen (was für eine Herausforderung!). Sie spielten sich so sehr in mein Herz, dass ich stellenweise vergaß, dass es sich nicht um die echte Band handelte. Ich hatte im Vorfeld bereits einige Kommentare zum Film gelesen, die nicht so toll waren und kann die Kritik keinesfalls nachvollziehen. Ich war völlig hin und weg und wieder einmal etwas traurig, QUEEN nie live erlebt zu haben. Dank des Films war ich gefühlt dabei, als sie in Wembley bei LIVE AID auftraten, womit der Film allerdings endet und somit den Rest von Freddies Leben etwas unterschlägt. Dafür bekommt man einen guten Eindruck von den Anfängen der Band und den wichtigsten Beziehungen Mercurys.

Wer QUEEN mag, sollte diesen Film nicht verpassen.