mood

Bin so still hier geworden, aber der Alltag lässt es kaum zu, geistige Ergüsse in diesem Blog zu veröffentlichen.

Es gibt mich noch. Mein Leben besteht aus dem Jonglieren von Familie, Arbeit, Hund, Sport und anderen Hobbies.

So stellt sich schon manchmal die Frage, ob ich das Ganze hier einfach löschen sollte.

Little Sad Cat

Manchmal ist es einfach schwer, nicht zu verzweifeln.

Die Nacht bereits schlaflos und herzklopfend verbracht, wendet sich das Ende des Tages wenigstens etwas zum Guten und erstaunt mich einmal wieder, wie dadurch das Fünkchen Hoffnung in Fröhlichkeit aufblüht.

Nun bin ich gespannt, wieviel Zeit vergehen wird, bis die „little sad cat“ sich erneut auf meine Schulter setzt…

Zeit ist relativ

Als Kind erschienen mir 2. Weltkrieg und Nazi-Regime der 30er/40er Jahre sehr lange her – das war „Früher“, also zu Urzeiten…

Je älter ich werde, desto gefühlt kürzer wird der Zeitraum seit Ende dieser ‬“Epoche“!

Es geht sicher nicht nur mir so und ist ein bekanntes Phänomen, dass das Zeitempfinden sich mit der Zeit verändert. Wir alle kennen das.

Mir ist es nur gerade so extrem bewusst geworden, während ich das Zeitgeschehen verfolge.

Ich will nicht, dass diese Zeit vergessen wird! Ich will nicht, dass diese Geschichte sich wiederholt!

Werdet laut gegen Rechts! Ich bin nicht mehr still.

The shape of water*

*Einer der 10 Filme, die ich während der Flüge nach und von Südafrika sah… welch Luxus, Kinofilme in großer Auswahl, welch Luxus, reisen zu dürfen, die Welt kennenzulernen, immer wieder bin ich unendlich dankbar dafür.

Süßwasserspeicher auf dem Tafelberg, Kapstadt

2019 ist ein besseres Jahr für die Kapregion Südafrikas, wenn es um Wasser geht. Es hat genügend geregnet, sodass bisher keine Rationierung nötig war. Ganz anders sah es bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren aus. Damals war die Regierung kurz davor, den Notstand auszurufen. Die Reservoire in den Bergen waren noch vor dem Sommer nicht mal halb gefüllt. Das Duschwasser musste mit Eimern und Schüsseln aufgefangen werden, auch in den Touristenunterkünften, um damit wenigstens noch die Gärten zu gießen. Was machen die ganz Armen? Es bleibt für mich schwer vorstellbar, wie diese Menschen überleben. An einer Tankstelle sah ich einen Mann, der sich mit dem Wasser wusch, das zum Scheibenputzen verwendet wird.

Dieses Jahr war alles entspannter. Trotzdem wäre es doch längst überfällig, den Wasserverbrauch zu senken, weltweit!
Aber (Achtung, ich wiederhole mich), so lange in „Wassernotstandsgebieten“ Golfplätze bewässert werden und in unserer hochtechnisierten Welt Trinkwasser für die Klospülung benutzt wird, ist die Dringlichkeit noch nicht in den Köpfen angekommen.

Das Schicksal winkt wie wild

Parallelen. Immer wieder.

Namen. Sie hat denselben wie sie!

Orte.

Gefühle.

Da ist es wieder, dieses Gefühl, das Schicksal hätte es so vorgesehen.

Warum sonst all diese Parallelen?

Einbildung?

Titel in Zeitschriften, Erzählungen von Freunden, Begegnungen, Begebenheiten – alles nur Einbildung?

Ach, ich bin verrückt, alles Wunschdenken, Träumerei.

Was, wenn nicht?

Vertrauen.

Zugvögel

Die ersten Kraniche wurden gerade in Deutschland gesichtet, auf dem Weg zu ihren Brutplätzen. Ist der Winter also schon vorbei? Ich hoffe sehr für Sie, dass kein Kälteeinbruch mehr kommt, wie so oft in den letzten Jahren noch spät im Februar oder März!

Kraniche und Wildgänse stehen für mich so sehr für Fernweh, Sehnsucht und Reiselust.

Kaum bin ich von einer Reise zurück, könnte ich schon wieder los.

Und so kommt mir der Wunsch des Sohnes gerade recht, der gerne mal nach Paris möchte.

Gesucht, gebucht – geht ja so schön einfach heutzutage. Für uns in den „reichen Ländern“ wohlgemerkt, in unserer persönlichen bubble of life.

So viele Menschen auf der Welt haben diese Möglichkeit nicht. Nicht mal ihre Grundbedürfnisse nach Nahrung und Sicherheit sind erfüllt. Wie weit klaffen diese Welten noch immer auseinander…

Wir werden also im Frühling mit dem Zug nach Paris fahren und uns dort eine schöne Zeit machen. Nur Mutter und Sohn. Ein Privileg, dessen ich mir wohl bewusst bin und das eigentlich keines sein sollte.

M & M

Müdigkeit.

Dauerndes Gefühl, eine Erkältung zu kriegen. Aber es kommt keine. Meerklima fehlt. Zu wenig Schlaf. Zu viel Stadt. Zuviel von fast allem.

Linker Fuß macht mir Sorgen, weiß noch nicht, was es ist.

Sonntag Marathon in Marrakesch.

Daumen drücken, dass ich laufen kann. Wenn nicht, wird’s ein sehr langer Marsch.

Auf jeden Fall eine Sightseeingtour mal anders.

O-weh-LAN

Ist Punk tot, wenn man Montagmorgen um 5:30 Uhr neben dem Netzwerk-Router sitzt, sich nicht mehr an das Passwort für dessen Benutzeroberfläche erinnert und das Gerät schließlich auf Werkseinstellungen zurück setzt?

Schon irgendwie. Es ist der Rock’n’Roll einer geplagten Teenager-Mutter, die sich so kurz vor dem verdienten Weihnachtsurlaub doch noch mal eben der Optimierung des Heimnetzwerkes annimmt – stundenlanges Warteschleifewarten und Telefonieren mit dem Support des Internetanbieters bereits eingeschlossen.

Die Zeit rennt für uns Eltern! Vor ein paar Tagen fand ich einen alten Ordner mit vergilbten Unterlagen unserer ersten Internet-Verträge vom Anfang dieses Jahrtausends, als 1&1 noch Puretec hieß und man ohne ISDN nicht gleichzeitig telefonieren und ins Internet konnte – für 2,48 Pfennige pro Minute.

Welch Luxus unsere Kinder dagegen für eine Selbstverständlichkeit halten und laut fluchen, wenn das zugegebener Maßen recht störungsanfällige W-LAN rum zickt… So ändern sich menschliche Grundbedürfnisse schneller als die Evolution gucken kann!

Vor-Sorge, was zum…

Ein Dezembermorgen auf dem Weg zum Zahnarzt. Gerade noch rechtzeitig vor Jahresende hatte ich einen Termin zur Vorsorge* vereinbart um das Bonusheft lückenfrei zu halten.

Wer hat sich diesen Mist eigentlich ausgedacht? Als ob die Krankenkasse anhand der Abrechnung nicht sowieso sehen kann, wie oft ich meine Vorsorge beanspruche und als ob die Häufigkeit etwas über meinen Zahnpflegestatus aussagt…

Mir wurde bereits einmal ein Zuschuss verwehrt, weil ich tatsächlich in einem Kalenderjahr nicht beim Zahnarzt gewesen bin. Dabei spielte es keine Rolle, ob ich kurz davor oder danach dort war, auch auf freundliche, schriftliche Nachfrage keine Kulanz. Ganz armselig und demütigend empfand ich diese Reaktion.

Dabei bescheinigt mir seit Jahren jeder Zahnarzt, dass ich meine Zähne vorbildlich pflege. Zahnersatz benötigte ich in Form einer Krone bisher „nur“ aufgrund eines Unfalls, den ich leider mangels Wissen (als Teenager) nicht zur Anzeige brachte, wodurch mir die Kosten hätten erspart bleiben können.

*VORSORGE, Vor-Sorgen, sich vorher schon Sorgen machen – bitte?

Gemecker Ende.